Autor: Prof. Dr. Markus Stücker, Venenzentrum Ruhr Univ. Bochum 

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Was ist ein Unter­schenkel­geschwür?

Ein Unter­schenkel­geschwür (offenes Bein) ist eine nicht heilende Wunde am Bein, die meist durch Durchblutungsstörungen bedingt ist.

Seltenere Ursachen sind Gefäßentzündungen, Infektionen, Nervenleitungsstörungen, Medikamentennebenwirkungen, bösartige

Hauterkrankungen, Autoimmunerkrankungen und weitere seltene Erkrankungen.

Wie kommt es zu einem Unter­schenkel­geschwür?

Die häufigste Ursache des offenen Beins ist ein chronisches Venenleiden (etwa 70%). Dies kann im Wesentlichen durch folgende Faktoren bedingt sein:

  • Krampfaderleiden (Varikose)
  • Postthrombotisches Syndrom (Klappenzerstörung und Venenwandveränderungen nach tiefer Beinvenenthrombose)
  • Ausfall der venösen Pumpfunktion (bei verminderter Beweglichkeit im Knöchelgelenk)
  • Abklemmen des venösen Rückfluss in den Leistenregionen bei extremen Übergewicht (Dependency-Syndrom)

Eine andere wesentliche Ursache (10-20%) von Unter­schenkel­geschwüren sind Verschlüsse der Arterien.

Dadurch wird weniger sauerstoffreiches Blut vom Herzen ins Bein transportiert und es kommt zu Ernährungsstörungen der Haut bis hin zum Untergang des Gewebes.

Insbesondere bei älteren Menschen kommt es oft zu einem Zusammenspiel von arteriellen und venösen Durchblutungsstörungen.

Welche Untersuchungen sind notwendig?

Alle Basisuntersuchungen sind ohne Nebenwirkungen nicht invasiv und in der Regel ambulant durchzuführen.

  • Zum Nachweis eines chronischen Venenleidens wird ein Bewegungstest zur Kontrolle der Muskelpumpe am Unterschenkel durchgeführt (Photoplethysmographie) und die Beweglichkeit am Sprunggelenk gemessen. Die Venen werden durch Ultraschalluntersuchungen in ihrer Funktion untersucht (Doppler- und farbkodierte Duplexsonographie). Der Arteriendruck an den Beinen kann ebenfalls durch einfache Ultraschalluntersuchungen kontrolliert werden.
  • Außerdem sollte bei der Erstuntersuchung ein bakterieller Abstrich von der Wundfläche genommen werden. Auf allen chronischen Wunden finden sich Bakterien. Wichtig ist es, solche zu erkennen, die besondere Behandlung oder Vorsichtsmaßnahmen erfordern oder die Abheilung der Wunde behindern.
  • Darüber hinaus kann es im Einzelfall sinnvoll sein, Hautproben zu entnehmen, weitere invasive Diagnostik zur Gefäßdarstellung zu betreiben (z.B. Angio-MRT) oder Blutuntersuchungen durchzuführen (z.B. bei V.a. eine Zuckererkrankung, Nierenschwäche, Rheumaerkrankungen etc.).

Welche Komplikationen drohen bei chronischen Unter­schenkel­geschwüren?

  • Bei allen chronischen Wunden können durch Bakterien, die über die offene Wundfläche in die Lymphbahnen eindringen, Wundrosen (Erysipele) entstehen. Sie äußern sich als rasch größer werdende Rötungen und Überwärmungen am Bein, oft einhergehend mit Abgeschlagenheit und Fieber.
  • Werden diese Wundrosen nicht schnellstmöglich behandelt, kann es zu einem Vordringen der Bakterien in tiefere Gewebeschichten kommen. Es droht eine Infektion von Muskeln oder Sehnen, die ggf. größere Operationen oder sogar eine Amputation erforderlich machen kann.
  • Oft haben Patienten mit Unter­schenkel­geschwüren Allergien gegen bestimmte Salben oder Desinfektionsmittel. Diese äußern sich bei Patienten mit chronischen Wunden oft durch Schmerzen und vermehrtes Nässen der Wunde, seltener durch Juckreiz. Dies kann durch Allergietests nachgewiesen werden.
  • Fast alle Patienten mit chronischen Wunden haben Schmerzen durch die Wunde selbst, durch begleitend bestehende Infektionen oder Unverträglichkeiten von eingesetzten Behandlungsmaterialien. Entsprechend sollte eine ausreichende Schmerztherapie erfolgen. Ggf. ist die Vorstellung bei einem Schmerztherapeuten sinnvoll.

Welche Therapie ist die richtige?

Entscheidend ist die Therapie der Grunderkrankung! – Ist das Unter­schenkel­geschwür durch eine fehlerhafte Durchblutung entstanden, so sollte diese verbessert werden, besteht eine Rheumaerkrankung, so sollte diese behandelt werden usw.

Ist das Unter­schenkel­geschwür z.B. durch ein Venenleiden bedingt, so gilt:

  • Krampfadern können oft operiert, endoluminal behandelt oder verödet werden.
  • Nach einer Thrombose verbessern Kompressionsverbände oder -strümpfe den venösen Blutfluss.
  • Die Beweglichkeit des Sprunggelenkes wird durch spezielle Übungen gesteigert.
  • Venenkranke sollten die Beine öfter hoch legen, Arterienkranke sollten die Beine eher tief legen.
  • Allergien können durch moderne Wundauflagen weitgehend vermieden werden.
  • Therapieresistente Unter­schenkel­geschwüre können (nach Behebung der Ursache) durch eine Hautverpflanzung verschlossen werden.
  • Bei Venenleiden ist die Kompressionsbehandlung zur Verminderung von Unterschenkelschwellungen der entscheidende Faktor.

Darüber hinaus gibt es weitere Punkte, die für die Versorgung chronischer Wunden unabhängig von Ihrer Ursache gelten:

  • Je länger eine chronische Wunde besteht, desto langwieriger ist ihre Abheilung. Entsprechend ist eine kurzfristige ärztliche Vorstellung zur Basisdiagnostik ratsam.
  • Es sollte eine professionelle Wundversorgung durch angeleitete Patienten/ Angehörige oder einen Pflegedienst erfolgen.
  • Es sollte eine regelmäßige (ärztliche) Wundreinigung erfolgen. Alte Hautreste, Krusten etc. bieten einen guten Nährboden für Bakterien und verhindern den Wundverschluss.
  • Es sollte eine gute Pflege der Haut in der Wundumgebung erfolgen. Hier bieten sich v.a. rückfettende Externa wie z.B. Vaseline an. Angesichts der hohen Allergieneigung von Wundpatienten sollte auf unnötige Zusätze oder leicht reizende Stoffe verzichtet werden (z.B. Propolis, Hamamelis, Kamille, Duftstoffe, Panthenol, Jod).
  • Treten eine plötzliche Zunahme von Schmerzen oder Nässen der Wunde auf, kann dies ein Alarmzeichen für eine Infektion sein. Es sollte eine kurzfristige ärztliche Vorstellung erfolgen.

Adresse:

Prof. Dr. Markus Stücker, Venenzentrum Ruhr Univ. Bochum

Hiltroper Landwehr 11-13

44805 Bochum Nordrhein-Westfalen

Kontakt:

Tel. 02348/792377378

Fax: 02348/792376

Email m.stuecker@klinikum-bochum.de

Autoren: Herr Dr. med. Guido Lengfellner und Herr Dr. med. Udo Vielsmeier

venenaerzte-regensburg.de

Die Radiofrequenzbehandlung mit dem ClosureFastSystem ist seit vielen Jahren ein sehr sicheres und effektives Verfahren in der Behandlung von Krampfadern.

In die zu behandelnde Vene wird in örtlicher Betäubung ein Thermokatheter eingebracht, der diese mittels Wärme verschließt.

Der ambulante Eingriff erfolgt ohne Schnitt und ist folglich narbenfrei mit bestem ästhetischen Ergebnis. Eine Arbeitsunfähigkeit entsteht in der Regel nicht.

Adresse:

Herr Dr. med. Guido Lengfellner und Herr Dr. med. Udo Vielsmeier

Günzstraße 5,

93059 Regensburg,  Bayern

Kontakt:

Tel. 0941/447274

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Autoren: Herr Dr. med. Hendrik Altenkämper und Frau Dr. med. Rita Klaus

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Ihr Weg zu makellosen Beinen

Besenreiser sind häufig erstes Symptom einer sog. Venenschwäche und kosmetisch störend.

Nicht selten machen sie auch Beschwerden in Form von Juckreiz oder Spannungsgefühl.

Die Mikro – Sklerotherapie ist eine besonders schonende und effektive Methode zur Behandlung von Besenreisern und kleinsten Krampfadern.

Sie ist sehr schmerzarm und wird unter ambulanten Bedingungen durchgeführt.

Eine zusätzliche Anästhesie ist nie erforderlich.

Mit einer sehr feinen Nadel wird ein Medikament – in der Regel Polidocanol – in die kleinsten Gefäße eingespritzt.

Hierdurch wird das Gefäß verschlossen und mittels körpereigener Umbauvorgänge durch Bindegewebe ersetzt.

In der Folge verschwinden die vormals störenden bläulichen Verfärbungen an den Beinen.

Je nach Ausdehnung des Befundes sind mehrere Sitzungen erforderlich.

Wir empfehlen grundsätzlich eine begleitende Kompressionstherapie mit entsprechend angemessenen Kompressionsstrümpfen für die Dauer von 10 – 14 Tagen.

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass hierdurch das kosmetische Ergebnis verbessert wird.

Grundsätzlich wird der Behandlung eine gründliche phlebologische Diagnostik vorangestellt, um begleitende Abflussstörungen über die Stamm– und Leitvenen frühzeitig erkennen und

entsprechend behandeln zu können.

Nur so ist ein guter Erfolg der Mikro – Sklerotherapie gewährleistet.

 

Adresse:

Herr Dr. med. Hendrik Altenkämper und Frau Dr.med. Rita Klaus

Am Nocken 4,

58840 Plettenberg, Nordrhein-Westfalen

 

Kontakt:

Tel. 02391/1651

Fax: 02391/10645

Email info@venenzentrum-mk.de

Autor: Sigvaris GmbH, Memmingen

www.sigvaris.com

Überblick

Immer mehr Menschen fliegen lange Strecken und sitzen für längere Zeit im Auto, im Bus oder in der Bahn. Wenn die Bewegung reduziert ist, wird die Blutzirkulation

in den Beinen eingeschränkt.

Diese Situation kann zu Beinbeschwerden führen wie Schweregefühl, geschwollene Füße und Knöchel.

Auf langen Flügen werden diese Symptome mit dem Begriff des „Economy Class Syndroms“ assoziiert, weil hier die Beinfreiheit und der Bewegungsumfang besonders begrenzt ist.

Entsprechende Beschwerden treten aber bei jeder Art von längerer Immobilität beim Reisen auf und sind nicht auf das Sitzen im Flugzeug beschränkt.

Langes Sitzen ist auch ein bedeutender Risikofaktor für die Entstehung von Venenentzündungen und Thrombosen (Blutgerinnsel-Bildung).

Immobilität beim Sitzen auf der Reise über 4 Stunden gilt als erhöhtes Risiko für eine TVT, insbesondere wenn zusätzliche Risikofaktoren hinzu kommen.

Eine einfache und bequeme Art, Beinbeschwerden und Schwellungen auf Reisen zu verhindern und gleichzeitig auch eine Thrombose vorzubeugen, ist das Tragen von SIGVARIS

Kompressionsstrümpfen während der Reise.

Fragen Sie Ihren Hausarzt, um Informationen über die Prävention von TVT und anderen venösen Problemen während der Reise zu erhalten.

SIGVARIS Tipps für Reisende:

  • Tragen Sie bequeme Kleidung.
  • Bewegen Sie Ihre Füsse und Sprunggelenke regelmässig, mindestens alle 30 Minuten: 10x Fusswippen und 10x Fusskreisen.
  • Wenn möglich eine Pause und eventuell ein kurzer Spaziergang alle zwei Stunden.Trinken Sie viel Flüssigkeit, um Austrocknung zu vermeiden. Trinken Sie keinen Alkohol.
  • Tragen Sie SIGVARIS Kompressionsstrümpfe, da sie das effizienteste und schonendste Mittel sind, um Beinbeschwerden und Schwellungen auf Reisen zu verhindern.
  • Nutzen der Kompressionstherapie auf Reisen
  • Die Kompression ist die effektivste und schonendste Methode zur Verhinderung von Ödemen oder Beinbeschwerden auf Reisen. Sie reduziert ausserdem das Risiko von akuten thrombotischen Erkrankungen auf Fernreisen.
  • Wenn Sie die Vorteile und den Komfort von Kompressionsstrümpfen während der Reise entdeckt haben, können Sie sie auch weiterhin tragen. Ihre Beine werden Ihnen dafür danken

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Adresse:
Dr.-Karl-Lenz-Strasse 35
87700 Memmingen

Autor: Herr Dr. med. Michael Knop 

www.havelklinik.de

In Deutschland leiden über 1 Million Menschen an einem Ulcus cruris.

Ein Ulcus cruris entsteht in über 80 % der Fälle durch Störungen im venösen Blutkreislauf.

In ca. 5-10 % der Fälle sind diese Wunden durch eine Verengung der Beinarterien bedingt.

Die restlichen Fälle sind durch Nervenschäden oder eine gemischte Ursache hervorgerufen.

Krankheitsbild

Hierbei handelt es sich um schlecht heilende und meistens chronische Wunde an den Unterschenkeln oder Füßen.

Umgangssprachlich wird diese als „offenes Bein“ bezeichnet.

Vor der Therapie des Ulcus cruris muss zunächst eine ausführliche Diagnostik und Ursachenforschung durchgeführt werden.

Eventuell ist hierbei auch eine Probeentnahme aus der offenen Wunde erforderlich, um einen Hauttumor als Ursache ausschließen zu können.

Im Bereich der Venenerkrankungen entsteht ein Ulcus cruris in der Regel durch Krampfadern (Varizen) oder im Rahmen eines postthrombotischen Syndroms.

Die krankhafte Erweiterung der Venen bewirkt, dass die Venenklappen nicht mehr schließen.

Dadurch kann das Blut zurückfließen und sich in den Venen stauen.

Dieser Stau führt zu einem Ödem (Wasseransammlung im Gewebe) und nach einem längeren Zeitraum zu einer Verhärtung des Bindegewebes (Sklerose).

Ergebnis ist eine Minderversorgung des Gewebes mit Blut und Nährstoffen, vor allen Dingen im Bereich der Knöchelinnenseite.

Dies kann später zu einem Ulcus cruris führen.

Therapie

Für die Wahl der geeigneten Therapie ist es wichtig, den Auslöser eines Ulcus cruris zu kennen.

Die Ursachen von Ulcera können in der Regel durch Erfragen der Krankengeschichte, eingehende Inspektion der betroffenen Hautstelle und moderne Untersuchungen

(z.B. mittels Dopplersonographie, Duplexsonographie, Phlebodynamometrie) aufgedeckt werden.

Meist ist eine kombinierte Therapie aus Operation und konservativer Behandlung notwendig.

Dies muss im Einzelfall vom Venenspezialisten entschieden werden. Bei einer Venenerkrankung als Ursache ist eine Kompressionstherapie wichtiger Bestandteil der Behandlung.

Neben der klassischen Therapie mit feuchter Wundbehandlung besteht die Möglichkeit, chronische Unterschenkelgeschwüre plastisch zu decken.

Hierzu versuchen wir, etwa durch Vakuumversiegelung des offenen Beines einen möglichst optimalen Wundgrund herbeizuführen.

Im Anschluss wird eine Spalthauttransplantation vom Oberschenkel auf die chronische Wunde vorgenommen und diese dauerhaft verschlossen.

Die Erfolgsquoten dieses Vorgehens sind gut.

Der Heilungsverlauf ist schnell und die Patientenzufriedenheit hoch.

Adresse:

Zentrum für Venen – und Dermatochirurgie

Gatower Str. 191,

13595 Berlin, Berlin

Kontakt:

Tel. 0303/6206370

Fax: 0303/6206100

Email venenzentrum@havelklinik.de

Mit dem Ziel, die Dokumentation der vielfältigen Manifestationen von chronischen Venenerkrankungen zu vereinheitlichen, wurde ein umfassendes Klassifikationssystem (CEAP) entwickelt. Die CEAP-Klassifikation wurde von einem internationalen Ad-hoc-Ausschuss des American Venous Forum (AVF) im Jahr 1994 erarbeitet und publiziert.

Seither ist sie weltweit der anerkannte Standard für die Klassifizierung von chronischen Venenleiden und ermöglicht den Vergleich von venösen Diagnosen und von Patientengruppen.

Die Grundlagen der CEAP beruhen auf einer Beschreibung der klinischen Veränderungen (C), der Ätiologie (E), der pathologischen anatomischen Venenveränderungen (A) und der zugrunde liegenden Pathophysiologie (P).

1) Klinische Einteilung

C0: keine sichtbaren oder tastbaren Zeichen einer Venenerkrankung
C1: Besenreiser oder retikuläre Varizen
C2: Krampfadern (Varizen)
C3: Ödem
C4a: Pigmentierung oder Ekzem
C4b: Lipodermatosklerose oder Atrophie blanche
C5: abgeheiltes venöses Unterschenkelgeschwür (Ulcus cruris)
C6: aktives venöses Unterschenkelgeschwür (Ulcus cruris)

Die klinischen Stadien können mit subjektiven Symptomen (S) einhergehen oder asymptomatisch sein (A).

Zu den Symptomen gehören:  Schmerzen, Spannungsgefühl, Schweregefühl, Schwellungsgefühl, Juckreiz, Muskelkrämpfe und andere Beschwerden, die auf venöse Dysfunktion zurückzuführen sind.

Ätiologie Klassifizierung

Ec: angeboren
Ep: primär
Es: sekundär
En: keine venöse Ursache nachweisbar

Anatomische Klassifikation

As: oberflächliche Venen
Ap: Perforansvenen
Ad: tiefe Venen
An: keine venösen Veränderungen nachweisbar

Pathophysiologie

Pr: Reflux
Po: Obstruktion
Pr,o: Reflux und Obstruktion
Pn: keine venöse Pathophysiologie nachweisbar

Entwickelt als eine Klassifikation, die sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln sollte, erfolgte 2004 die erste Überarbeitung durch eine internationale Arbeitsgruppe unter der Schirmherrschaft des AVF.

2) Das überarbeitete Dokument behält die grundlegenden CEAP-Kategorien bei, verbessert aber die zugrunde liegenden Details. Um den breiteren Einsatz in der täglichen Praxis zu fördern, wurde darüber hinaus, eine verkürzte Version, oder “Basis-CEAP” als Alternative zum umfassenden CEAP erstellt.

3) Prof. Jean-François Uhl und SIGVARIS haben das “CEAP Spiel” entwickelt, um Ärzte beim optimalen Einsatz des CEAP Systems zu unterstützen. Verfügbar in Englisch und Französisch. Bitte nutzen Sie das Kontaktformular, um ein kostenloses Exemplar der CD zu erhalten.

(1) Porter JM, Moneta GL. Reporting standards in venous disease: an update. International Consensus Committee on Chronic Venous Disease. J Vasc Surg 1995;21:635-45
(2) Eklof B, Rutherford RB, Bergan JJ, Carpentier PH, Glovicski P, Kistner RL, et al. Revision of the CEAP classification for chronic venous disorders: consensus statement. J Vasc Sur 2004;40:1248-52
(3) Meissner et al. Primary chronic venous disorders. J Vasc Surg 2007;46:54S-67S

 

Autor: Sigvaris GmbH, Memmingen

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SIGVARIS ULCER X – Kompressionstherapie des Ulcus cruris venosum

Das Ulcus cruris venosum stellt die schwerste Form venöser Erkrankungen dar und betrifft etwa 0,7 % der erwachsenen Bevölkerung1.

Kompressionstherapie gilt als ein Hauptpfeiler der Therapie des aktiven Ulcus. Bereits seit etlichen Jahren zeigen Vergleichsstudien, dass medizinische Kompressionsstrümpfe vergleichbare Resultate erzielen können wie Kompresssionsverbände2.

Strümpfe, die den für die Therapie erforderlichen hohen Kompressionsdruck aufbringen, bereiten den Patienten jedoch häufig Schwierigkeiten beim Anziehen. Auch deshalb sind Verbände aus elastischen Kurzzugbinden häufig Mittel der ersten Wahl.

Eine Behandlungs-Alternative ist das speziell zur Therapie des aktiven Ulcus cruris venosum entwickelte Strumpfset ULCER X der Firma SIGVARIS.

Dieses Set bietet Patienten den Tragekomfort eines medizinischen Kompressionsstrumpfes, entwickelt den erforderlichen, kontrolliert hohen Druck am Knöchel (~ 40 mmHg3) und lässt sich einfach anziehen.

In einer multizentrischen randomisierten Studie4 wurden 60 Patienten mit aktivem Ulcus cruris von maximal 8 cm Durchmesser alternativ mit Kompressionsverbänden oder dem ULCER X behandelt.

Ergebnisse:

  • Die Abheilungsrate nach vier Monaten Behandlung lag bei den mit ULCER X behandelten Patienten bei 96,2 %, bei mit Kompressions-Bandagen behandelten Patienten bei lediglich 70 %.
  • Ulcera von weniger als 4 cm Durchmesser heilten in der mit ULCER X versorgten Patientengruppe doppelt so schnell ab.

Auch das subjektive Befinden und der Tragekomfort waren bei der Patientengruppe mit Kompressionsstrumpf deutlich besser als in der Vergleichsgruppe.

Von den mit Verbänden behandelten Patienten klagten 40 % über Schmerzen während der Nacht und 20 % über Schmerzen am Morgen, in der mit ULCER X behandelten Gruppe traten diese Probleme nicht auf.

Fazit: SIGVARIS ULCER X erreicht bei venösen Ulcera ebenso gute Behandlungserfolge wie Kompressionsbandagen und trägt deutlich zum Wohlbefinden der Patienten bei, was die Compliance positiv beeinflussen kann.

Nach gewissenhafter Anleitung kann der Patient das Strumpf-Set selbst anlegen und die Behandlungsintervalle können so verlängert werden4.

Literatur

  1. Rabe E, Pannier-Fischer F, Bromen K, Schuldt K, Stang A, Poncar Ch, Wittenhorst M, Bock E, Weber S, Jöckel, K-H. Bonner Venenstudie der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie. Epidemiologische Untersuchung zur Frage der Häufigkeit und Ausprägung von chronischen Venenkrankheiten in der städtischen und ländlichen Wohnbevölkerung. Phlebologie 1/2003. 32: 1-14.
  2. (Partsch H, Horakova MH. Kompressionsstrümpfe zur Behandlung venöser Unterschenkelgeschwüre. Wien Med Wschr 1994; 144: 242-249.
  3. Willenberg T, Lun B, Amsler F, Baumgartner I. Ease of Application of Medical Compression-stocking Systems für the Treatment of Venous Ulcers. Eur J Endovasc Surg (2010): 1-5.
  4. Mariani F, Mattaliano V, Mosti G, Gasbarro V, Bucalossi M, Blättler W, Amsler F, Mancini S. Behandlung venöser Beingeschwüre mit einem speziell entworfenen Kompressionsstrumpf-Kit – Vergleich mit Verbänden: Phlebologie 2008. 37: 191-197

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Das ULCER X Strumpfset besteht aus zwei Komponenten:

  • Ein leicht anzulegender Unterziehstrumpf mit geschlossenem Fuss fixiert eventuelle Wundauflagen. Dieser Strumpf mit mässigem Andruck (~15 mmHg) wird Tag und Nacht getragen. Die glatte, besonders gleitfähige Oberfläche im Fuss- und Fersenbereich erleichtert das Anziehen des Überziehstrumpfes.
  • Ein medizinischer Kompressionsstrumpf der Kompressionsklasse 2 (23 – 32 mmHg), wird am Morgen über den Unterstrumpf angezogen. Abends wird der Überstrumpf wieder entfernt. Der Überstrumpf wird in bewährter Traditional-Qualität aus Naturkautschuk gefertigt. Da sich Naturkautschuk sehr gut verdehnen lässt, fällt vielen Trägerinnen und Trägern das Anziehen von Kompressionsstrümpfen aus diesem Material wesentlich leichter. Das Hauptargument für Naturkautschuk liegt in der ausgeprägten Elastizität. Sein schnelles Rückstellvermögen (Stiffness) gewährleistet gleichbleibende Kompression über die gesamte Tragedauer.

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Gegebenenfalls als Anmerkung des Verlags

Die Kosten für das ULCER X Strumpfset werden durch die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland übernommen

(Hilfsmittelverzeichnis Positionsnummer: 17.06.08.1006)

Autor: Herr Dr. med. Reinhard Kauschke 

www.praxis-kauschke.de

Venenverschlussplethysmographie (VVP)

Die VVP stellt ein Messverfahren zur Feststellung von Volumenänderungen im kapazitiven System der unteren Extremitäten dar.

Zwei apparativ – technische Methoden werden im klinischen Alltag angewendet

1. Quecksilberdehnungsstreifen-Plethysmographie (WHITNEY u. GUTMANN)

2. Luft-Plethysmographie (CHRISTOPOULUS u. NICOLAIDES; 1988)
Messparameter

• Volumenänderung bei passiven venösen Stau (maximale venöse Kapazität)
• Bestimmung des maximalen venösen Ausstromes

Methodik

  • Zunächst wird der venöse Abfluss der zu untersuchenden Extremität wird mit Staumanschette unterbunden ( 60 – 80 mm Hg ) welche zu einer distalen Volumenzunahme führt, diese wird gemessen
  • nach 3 – Minuten – Stau erfolgt ein schlagartiges Öffnen der Staumanschette welche zur raschen Entleerung der Extremität und die Messung der Abstrommenge ermöglicht („Venendrainage“)

Messfehler

  • freie Lagerung der Beine
  • vor Beginn der Messung muss die Extr. mindestens 10 Minuten flach gelagert sein (Volumengleichgewichte)
  • auffällig geringe Volumenzunahmen durch zu feste oder zu locker angelegte Messfühler, nicht erfolgte Nullabgleich
  • patientenbedingte Messfehler , Bewegungen ( Pressen, Husten, externe Störungen), Sprung in der Messkurve
  • falsch niedrige Werte durch periphere Ödeme

Messwerte Kapazität Ausstrom

  • Normal 2,5 – 5,0 ml 40 – 80 ml
  • Varikose > 5 ml > 80 ml
  • V.a. Thrombose / PTS < 2,5 ml < 40 ml
  • rel. sichere Thrombose < 2,0 ml < 20 ml

Stellenwert

  • einfache, hinsichtlich Apparateaufwand und Lagerung des Patienten aufwändige Untersuchung
  • Kapazitätsbestimmungen haben im Sinne von Verlaufsmessungen Aussagekraft Verlaufskontrolle mit Kapazitätsänderungen vor allem nach Thrombosenin der Thrombosediagnostik nur bei hämodynamisch bedeutsamen Verschlüssen
    ( V. poplitea und proximal davon) Treffsicherheit bis 90 %, isolierte Becken – Venen -Thrombose wird nicht diagnostiziert )

 

Adresse:

Praxis für Chirurgie und Gefäßerkrankungen

Friedrich-Wolf-Strasse 19,

23966 Wismar,  Mecklenburg-Vorpommern

Tel. 03841/703284

Fax: 03841/2240876

Email info@praxis-kauschke.de

Autor: Prof. Dr. Markus Stücker

www.venenzentrum-uniklinik.de

Was bedeutet das?

Eine Thrombose ist ein Blutgerinnsel im tiefen Venensystem des Körpers meist in den Beinen.

Das Gerinnsel (Thrombus) verlegt die Vene, das Blut kann nicht mehr weiter fließen und muss sich Umgehungswege suchen.

Es kann abhängig vom Sitz der Thrombose Verfärbung und Schwellung des Beines sowie Schmerzen beim Auftreten und Laufen oder auf Druck geben.Ein Blutgerinnsel oder ein Teil davon kann

sich aus den tiefen Beinvenen lösen, zum Herzen und von dort in die Lunge wandern und kleinere oder größere Lungengefäße verlegen.

Man spricht dann von einer Lungenembolie.

Kleine Lungenembolien verlaufen oft unbemerkt, größer Lungenembolien können zu atemabhängigen Brustschmerzen, Luftnot und Herzrasen führen.

Eher selten sind große Lungenembolien durch Verlegung der großen Lungengefäße und dann fehlenden Sauerstoffaustausch tödlich.

Welche Ursachen hat eine Thrombose?

Grundlegend für die Entstehung einer tiefen Beinvenenthrombose ist eine Schädigung der inneren Venenwand, eine Verlangsamung des Blutflusses sowie eine Veränderung

der Fließeigenschaften des Blutes

Häufig treten Thrombosen auf bei:

  • längerer Bettlägerigkeit
  • Bewegungsmangel
  • Infektionserkrankungen
  • Bestimmte Medikamente, z.B. Pille
  • Herzschwäche
  • Übergewicht
  • Angeborene Gerinnungs­störungen
  • Verletzungen

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Prof. Dr. Markus Stücker, Venenzentrum Ruhr Univ. Bochum

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Autor:  Herr Dr. med. Kauschke

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Die Puls-Photo-Plethysmographie beinhaltet ein Messverfahren  der Plethysmographie.

Ein photoelektrischer auf die Haut aufgesetzter Wandler misst den Volumenpuls an peripheren Gefäßabschnitten.

Die entsprechenden Volumenpulsationen modulieren den ausgesetzten Lichtstrahl des eintretenden Infrarotlichtes wodurch Intensitätsänderungen entstehen.

Diese werden mit einem Phototransistor / Photoelement / Photowiederstand gemessen.

Eine Weiterverarbeitung der Intensitätsänderungen in einer Verstärkerstufe führen zum sichtbaren Bild einer Pulskurve.

Störungen der Durchblutung an den Fingern, insbesondere auch in der Ausschlussdiagnostik des RAYNAUD – Phänomens werden diagnostiziert

Methode

Das Verfahren misst das Volumen der Pulswelle im Kapillarbereich.

Messparameter sind die Amplitudenhöhe  und die Pulskurvenformanalyse aus welchen die Verzögerungszeit – Beginn des QRS- Komplexes bis zum Beginn des Pulsanstieges ( bis 0,23 s ) die

Gipfelzeit – Beginn bis Ende des Pulsanstieges   (bis 0,17 s ) und die Inklinationszeit – Zeit die der Pulsanstieg unter Berücksichtigung

der größten Steilheit brauchen würde ( bis 0,13 s ) bestimmt werden.

Weitere Bedeutung Besitzt die Dikrotie im absteigenen Teil der Meßkurve.

 

Adresse:

Praxis f. Chirurgie & Gefäßkrankheiten

Herr Dr. med. Reinhard Kauschke

Friedrich-Wolf-Straße 19,

23966 Wismar, Mecklenburg-Vorpommern

Kontakt:

Tel. 03841/703284

Fax: 03841/224087-6

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