SIGVARIS ULCER X – Kompressionstherapie des Ulcus cruris venosum

Das Ulcus cruris venosum stellt die schwerste Form venöser Erkrankungen dar und betrifft etwa 0,7 % der erwachsenen Bevölkerung1. Kompressionstherapie gilt als ein Hauptpfeiler der Therapie des aktiven Ulcus. Bereits seit etlichen Jahren zeigen Vergleichsstudien, dass medizinische Kompressionsstrümpfe vergleichbare Resultate erzielen können wie Kompresssionsverbände2. Strümpfe, die den für die Therapie erforderlichen hohen Kompressionsdruck aufbringen, bereiten den Patienten jedoch häufig Schwierigkeiten beim Anziehen. Auch deshalb sind Verbände aus elastischen Kurzzugbinden häufig Mittel der ersten Wahl.

Eine Behandlungs-Alternative ist das speziell zur Therapie des aktiven Ulcus cruris venosum entwickelte Strumpfset ULCER X der Firma SIGVARIS. Dieses Set bietet Patienten den Tragekomfort eines medizinischen Kompressionsstrumpfes, entwickelt den erforderlichen, kontrolliert hohen Druck am Knöchel (~ 40 mmHg3) und lässt sich einfach anziehen.

In einer multizentrischen randomisierten Studie4 wurden 60 Patienten mit aktivem Ulcus cruris von maximal 8 cm Durchmesser alternativ mit Kompressionsverbänden oder dem ULCER X behandelt.

Ergebnisse:

  • Die Abheilungsrate nach vier Monaten Behandlung lag bei den mit ULCER X behandelten Patienten bei 96,2 %, bei mit Kompressions-Bandagen behandelten Patienten bei lediglich 70 %.
  • Ulcera von weniger als 4 cm Durchmesser heilten in der mit ULCER X versorgten Patientengruppe doppelt so schnell ab.

Auch das subjektive Befinden und der Tragekomfort waren bei der Patientengruppe mit Kompressionsstrumpf deutlich besser als in der Vergleichsgruppe. Von den mit Verbänden behandelten Patienten klagten 40 % über Schmerzen während der Nacht und 20 % über Schmerzen am Morgen, in der mit ULCER X behandelten Gruppe traten diese Probleme nicht auf.

Fazit: SIGVARIS ULCER X erreicht bei venösen Ulcera ebenso gute Behandlungserfolge wie Kompressionsbandagen und trägt deutlich zum Wohlbefinden der Patienten bei, was die Compliance positiv beeinflussen kann. Nach gewissenhafter Anleitung kann der Patient das Strumpf-Set selbst anlegen und die Behandlungsintervalle können so verlängert werden4.

Literatur

  1. Rabe E, Pannier-Fischer F, Bromen K, Schuldt K, Stang A, Poncar Ch, Wittenhorst M, Bock E, Weber S, Jöckel, K-H. Bonner Venenstudie der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie. Epidemiologische Untersuchung zur Frage der Häufigkeit und Ausprägung von chronischen Venenkrankheiten in der städtischen und ländlichen Wohnbevölkerung. Phlebologie 1/2003. 32: 1-14.
  2. (Partsch H, Horakova MH. Kompressionsstrümpfe zur Behandlung venöser Unterschenkelgeschwüre. Wien Med Wschr 1994; 144: 242-249.
  3. Willenberg T, Lun B, Amsler F, Baumgartner I. Ease of Application of Medical Compression-stocking Systems für the Treatment of Venous Ulcers. Eur J Endovasc Surg (2010): 1-5.
  4. Mariani F, Mattaliano V, Mosti G, Gasbarro V, Bucalossi M, Blättler W, Amsler F, Mancini S. Behandlung venöser Beingeschwüre mit einem speziell entworfenen Kompressionsstrumpf-Kit – Vergleich mit Verbänden: Phlebologie 2008. 37: 191-197

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Das ULCER X Strumpfset besteht aus zwei Komponenten:

  • Ein leicht anzulegender Unterziehstrumpf mit geschlossenem Fuss fixiert eventuelle Wundauflagen. Dieser Strumpf mit mässigem Andruck (~15 mmHg) wird Tag und Nacht getragen. Die glatte, besonders gleitfähige Oberfläche im Fuss- und Fersenbereich erleichtert das Anziehen des Überziehstrumpfes.
  • Ein medizinischer Kompressionsstrumpf der Kompressionsklasse 2 (23 – 32 mmHg), wird am Morgen über den Unterstrumpf angezogen. Abends wird der Überstrumpf wieder entfernt. Der Überstrumpf wird in bewährter Traditional-Qualität aus Naturkautschuk gefertigt. Da sich Naturkautschuk sehr gut verdehnen lässt, fällt vielen Trägerinnen und Trägern das Anziehen von Kompressionsstrümpfen aus diesem Material wesentlich leichter. Das Hauptargument für Naturkautschuk liegt in der ausgeprägten Elastizität. Sein schnelles Rückstellvermögen (Stiffness) gewährleistet gleichbleibende Kompression über die gesamte Tragedauer.

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Gegebenenfalls als Anmerkung des Verlags

Die Kosten für das ULCER X Strumpfset werden durch die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland übernommen

(Hilfsmittelverzeichnis Positionsnummer: 17.06.08.1006)

Autor: Herr Dr. med. Reinhard Kauschke 

http://www.praxis-kauschke.de

Venenverschlussplethysmographie (VVP)

Die VVP stellt ein Messverfahren zur Feststellung von Volumenänderungen im kapazitiven System der unteren Extremitäten dar.

Zwei apparativ – technische Methoden werden im klinischen Alltag angewendet

1. Quecksilberdehnungsstreifen-Plethysmographie (WHITNEY u. GUTMANN)2. Luft-Plethysmographie (CHRISTOPOULUS u. NICOLAIDES; 1988)
Messparameter

• Volumenänderung bei passiven venösen Stau (maximale venöse Kapazität)
• Bestimmung des maximalen venösen Ausstromes
Methodik

Zunächst wird der venöse Abfluss der zu untersuchenden Extremität wird mit Staumanschette unterbunden ( 60 – 80 mm Hg ) welche zu einer distalen Volumenzunahme führt, diese wird gemessen
nach 3 – Minuten – Stau erfolgt ein schlagartiges Öffnen der Staumanschette welche zur raschen Entleerung der Extremität und die Messung der Abstrommenge ermöglicht („Venendrainage“)

Messfehler

freie Lagerung der Beine
vor Beginn der Messung muss die Extr. mindestens 10 Minuten flach gelagert sein (Volumengleichgewichte)
auffällig geringe Volumenzunahmen durch zu feste oder zu locker angelegte Messfühler, nicht erfolgte Nullabgleich
patientenbedingte Messfehler , Bewegungen ( Pressen, Husten, externe Störungen), Sprung in der Messkurve
falsch niedrige Werte durch periphere Ödeme

Messwerte Kapazität Ausstrom

Normal 2,5 – 5,0 ml 40 – 80 ml
Varikose > 5 ml > 80 ml
V.a. Thrombose / PTS < 2,5 ml < 40 ml
rel. sichere Thrombose < 2,0 ml < 20 ml

Stellenwert

einfache, hinsichtlich Apparateaufwand und Lagerung des Patienten aufwändige Untersuchung
Kapazitätsbestimmungen haben im Sinne von Verlaufsmessungen Aussagekraft Verlaufskontrolle mit Kapazitätsänderungen vor allem nach Thrombosenin der Thrombosediagnostik nur bei hämodynamisch bedeutsamen Verschlüssen
( V. poplitea und proximal davon) Treffsicherheit bis 90 %, isolierte Becken – Venen -Thrombose wird nicht diagnostiziert )

 

Adresse:

Praxis für Chirurgie und Gefäßerkrankungen

Friedrich-Wolf-Strasse 19,

23966 Wismar,  Mecklenburg-Vorpommern

 

Tel. 03841 / 703284

Fax 03841 / 2240876

Email info@praxis-kauschke.de

Autor: Prof. Dr. Markus Stücker, Venenzentrum Ruhr Univ. Bochum

www.venenzentrum-uniklinik.de

Was bedeutet das?

Eine Thrombose ist ein Blutgerinnsel im tiefen Venensystem des Körpers meist in den Beinen. Das Gerinnsel (Thrombus) verlegt die Vene, das Blut kann nicht mehr weiter fließen und muss sich Umgehungswege suchen. Es kann abhängig vom Sitz der Thrombose Verfärbung und Schwellung des Beines sowie Schmerzen beim Auftreten und Laufen oder auf Druck geben.Ein Blutgerinnsel oder ein Teil davon kann sich aus den tiefen Beinvenen lösen, zum Herzen und von dort in die Lunge wandern und kleinere oder größere Lungengefäße verlegen. Man spricht dann von einer Lungenembolie. Kleine Lungenembolien verlaufen oft unbemerkt, größer Lungenembolien können zu atemabhängigen Brustschmerzen, Luftnot und Herzrasen führen. Eher selten sind große Lungenembolien durch Verlegung der großen Lungengefäße und dann fehlenden Sauerstoffaustausch tödlich.

Welche Ursachen hat eine Thrombose?

Grundlegend für die Entstehung einer tiefen Beinvenenthrombose ist eine Schädigung der inneren Venenwand, eine Verlangsamung des Blutflusses sowie eine Veränderung der Fließeigenschaften des Blutes

Häufig treten Thrombosen auf bei:

  • längerer Bettlägerigkeit
  • Bewegungsmangel
  • Infektionserkrankungen
  • Bestimmte Medikamente, z.B. Pille
  • Herzschwäche
  • Übergewicht
  • Angeborene Gerinnungs­störungen
  • Verletzungen

Adresse:

Prof. Dr. Markus Stücker, Venenzentrum Ruhr Univ. Bochum

Hiltroper Landwehr 11-13

44805 Bochum Nordrhein-Westfalen

Kontakt:

Tel. 02348/792377378

Fax 02348/792376

Email m.stuecker@klinikum-bochum.de

Autor:  Herr Dr. med. Kauschke

www.praxis-kauschke.de

Die Puls-Photo-Plethysmographie beinhaltet ein Messverfahren  der Plethysmographie.Ein photoelektrischer auf die Haut aufgesetzter Wandler misst den Volumenpuls an peripheren Gefäßabschnitten. Die entsprechenden Volumenpulsationen modulieren den ausgesetzten Lichtstrahl des eintretenden Infrarotlichtes wodurch Intensitätsänderungen entstehen. Diese werden mit einem Phototransistor / Photoelement / Photowiederstand gemessen.
Eine Weiterverarbeitung der Intensitätsänderungen in einer Verstärkerstufe führen zum sichtbaren Bild einer Pulskurve. Störungen der Durchblutung an den Fingern, insbesondere auch in der Ausschlussdiagnostik des RAYNAUD – Phänomens werden diagnostiziert

Methode

Das Verfahren misst das Volumen der Pulswelle im Kapillarbereich.
Messparameter sind die Amplitudenhöhe  und die Pulskurvenformanalyse aus welchen die Verzögerungszeit – Beginn des QRS- Komplexes bis zum Beginn des Pulsanstieges ( bis 0,23 s ) die Gipfelzeit – Beginn bis Ende des Pulsanstieges   (bis 0,17 s ) und die Inklinationszeit – Zeit die der Pulsanstieg unter Berücksichtigung der größten Steilheit brauchen würde ( bis 0,13 s ) bestimmt werden. Weitere Bedeutung Besitzt die Dikrotie im absteigenen Teil der Meßkurve.

Adresse:

Praxis f. Chirurgie & Gefäßkrankheiten

Herr Dr. med. Reinhard Kauschke

Friedrich-Wolf-Straße 19,

23966 Wismar, Mecklenburg-Vorpommern

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Tel. 03841 / 70 32 84

Fax 03841 / 22 40 87-6

Email info@praxis-kauschke.de

Autoren: Herr Dr. med. Guido Lengfellner und Herr Dr. med. Udo Vielsmeier

www.venenaerzte-regensburg.de

Ultraschallgesteuerte Mikro-Schaumverödung:

Mit der Mikro-Schaumverödung können besonders mittelgroße Venen effektiv behandelt werden. Dabei wird ein speziell hergestellter Schaum mit einer kleinen Nadel in die betroffene Vene eingebracht, die in der Folge verklebt. Der Vorteil der Schaumverödung im Gegensatz zur Flüssigverödung liegt dabei in der deutlich stärkeren Wirkung auf die Gefäßinnenwand sowie der längeren Verweilzeit im behandelnden Gefäß. Zusätzlich kann mittels Ultraschall eine exakte Verödung tiefer liegender Venen durchgeführt werden.

Adresse:

Herr Dr. med. Guido Lengfellner und Herr Dr. med. Udo Vielsmeier

Günzstraße 5

93059 Regensburg, Bayern

Kontakt:

Tel. 0941/447274

Fax 0941/447497

Email venenaerzte@web.de

Autor: Herr Dr. med. Karsten Hartmann

www.venenzentrum-freiburg.de

Miniphlebektomie (Exhairese)
Dieser Begriff bezeichnet das „heraushäkeln“ von geschlängelt verlaufenden Krampfadern über kleinste Schnitte.

Mit dieser Methode werden die meistens sichtbaren Krampfaderabschnitte entfernt. Nebenwirkungen sind selten wenn kleine Schnitte gemacht werden, es können Nachblutungen, Nervenverletzungen und Wundinfektionen auftreten.

 

Adresse:

Herr Dr. med. Karsten Hartmann

Zähringer Str. 14

79108 Freiburg, Baden-Württemberg

Kontakt:

Tel. 0761 /5918780

Fax 0761/ 59187820

Email  info@venezentrum-freiburg.de