Autoren: Frau Dr. Rewerk und Herr Dr. Rewerk 

www.heidelberger-praxisklinik.de

Darf ich mit Krampfadern in die Sauna gehen?

Ebenso tradiert, ohne Sinn und Verstand, wie das 6-wöchige Tragen von Kompressionsstrümpfen nach einer Venen-OP, ist das grundsätzliche Verbot, mit Krampfadern in die Sauna

gehen zu dürfen.

Venen sind u.a. auch Muskelschläuche. Diese gehören natürlich trainiert.

Sauna stellt die Venen weit, die danach angewandte Kälte – in Kombination mit Hochlagern der Beine – führt zur maximalen Engstellung der Venenwand = Muskelkontraktion.

Nach unserem Kenntnisstand gibt es keinen exakten wissenschaftlichen Hintergrund, dieses Venenmuskeltraining abzulehnen.

 

Adresse:

Heidelberger-Praxisklinik

Mönchhofstraße 4a,

69120, Heidelberg, Deutschland, Baden-Württemberg

Kontakt:

Tel. 06221/16 855 5

Fax: 06221/16 85 54

Email info@heidelberger-praxisklinik.de

Autoren: Herr Dr. med. Karl-Hermann Klein , Frau Dr. med. Anke Nölling und Frau Dr. med. Claudia Sickelmann

www.praxisklinik-burbach.de

Die Stripping-OP

Stripping, „Herausziehen“, ist die klassische Methode zur operativen Therapie von Krampfadern und bezeichnet die vollständige Entfernung (Phlebektomie) insbesondere von varikösen

Stammvenen.

Wie einleitend bereits erklärt, verbessern sich durch Herausnahme der erkrankten Vene die Durchblutung des Beines und insbesondere der Blutfluss Richtung Herz, da die gesunden Venen

entlastet werden und nicht mehr den „Verkehr“ aus der „Einbahnstraße“ Krampfader übernehmen müssen.

Dem Stripping geht eine Crossektomie voraus, ein chirurgischer Eingriff im Bereich der Leiste, bei dem ein Einmündungsstück (Crosse) herausgeschnitten (ektomiert) wird.

An dieser Stelle münden die oberflächlichen Beinvenen (u. a. Vena saphena magna) in die Beinhauptvene (Vena femoralis) und das tiefe Beinvenensystem.

Alle von diesem Teilstück abgehenden Venenäste werden bei diesem Eingriff unterbunden, um zu verhindern, dass nach der Operation neue Krampfadern entstehen.

Bei der sich an die Crossektomie anschließenden eigentlichen Stripping-Operation wird eine flexible Spezialsonde über einen Leistenschnitt in die Krampfader am Oberschenkel eingebracht,

bis zu deren fußseitigem Ende vorgeschoben und dort über einen Hautschnitt wieder ausgeleitet.

Die Varize wird dann oben und unten durchtrennt sowie auf der Sonde fixiert, die dann beim Herausziehen (Stripping) die erkrankte Vene unter der Haut mitnimmt.

 

Adresse:

Praxisklinik am Flüsschen

Am Flüsschen 12,

57299 Burbach, Nordrhein-Westfalen

Kontakt:

Tel. 02736/5995

Fax: 02736/446944

Email info@praxisklinik-burbach.de

Mit dem Ziel, die Dokumentation der vielfältigen Manifestationen von chronischen Venenerkrankungen zu vereinheitlichen, wurde ein umfassendes Klassifikationssystem (CEAP) entwickelt. Die CEAP-Klassifikation wurde von einem internationalen Ad-hoc-Ausschuss des American Venous Forum (AVF) im Jahr 1994 erarbeitet und publiziert.

Seither ist sie weltweit der anerkannte Standard für die Klassifizierung von chronischen Venenleiden und ermöglicht den Vergleich von venösen Diagnosen und von Patientengruppen.

Die Grundlagen der CEAP beruhen auf einer Beschreibung der klinischen Veränderungen (C), der Ätiologie (E), der pathologischen anatomischen Venenveränderungen (A) und der zugrunde liegenden Pathophysiologie (P).

1) Klinische Einteilung

C0: keine sichtbaren oder tastbaren Zeichen einer Venenerkrankung
C1: Besenreiser oder retikuläre Varizen
C2: Krampfadern (Varizen)
C3: Ödem
C4a: Pigmentierung oder Ekzem
C4b: Lipodermatosklerose oder Atrophie blanche
C5: abgeheiltes venöses Unterschenkelgeschwür (Ulcus cruris)
C6: aktives venöses Unterschenkelgeschwür (Ulcus cruris)

Die klinischen Stadien können mit subjektiven Symptomen (S) einhergehen oder asymptomatisch sein (A).

Zu den Symptomen gehören:  Schmerzen, Spannungsgefühl, Schweregefühl, Schwellungsgefühl, Juckreiz, Muskelkrämpfe und andere Beschwerden, die auf venöse Dysfunktion zurückzuführen sind.

Ätiologie Klassifizierung

Ec: angeboren
Ep: primär
Es: sekundär
En: keine venöse Ursache nachweisbar

Anatomische Klassifikation

As: oberflächliche Venen
Ap: Perforansvenen
Ad: tiefe Venen
An: keine venösen Veränderungen nachweisbar

Pathophysiologie

Pr: Reflux
Po: Obstruktion
Pr,o: Reflux und Obstruktion
Pn: keine venöse Pathophysiologie nachweisbar

Entwickelt als eine Klassifikation, die sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln sollte, erfolgte 2004 die erste Überarbeitung durch eine internationale Arbeitsgruppe unter der Schirmherrschaft des AVF.

2) Das überarbeitete Dokument behält die grundlegenden CEAP-Kategorien bei, verbessert aber die zugrunde liegenden Details. Um den breiteren Einsatz in der täglichen Praxis zu fördern, wurde darüber hinaus, eine verkürzte Version, oder “Basis-CEAP” als Alternative zum umfassenden CEAP erstellt.

3) Prof. Jean-François Uhl und SIGVARIS haben das “CEAP Spiel” entwickelt, um Ärzte beim optimalen Einsatz des CEAP Systems zu unterstützen. Verfügbar in Englisch und Französisch. Bitte nutzen Sie das Kontaktformular, um ein kostenloses Exemplar der CD zu erhalten.

(1) Porter JM, Moneta GL. Reporting standards in venous disease: an update. International Consensus Committee on Chronic Venous Disease. J Vasc Surg 1995;21:635-45
(2) Eklof B, Rutherford RB, Bergan JJ, Carpentier PH, Glovicski P, Kistner RL, et al. Revision of the CEAP classification for chronic venous disorders: consensus statement. J Vasc Sur 2004;40:1248-52
(3) Meissner et al. Primary chronic venous disorders. J Vasc Surg 2007;46:54S-67S

 

Autor: Sigvaris GmbH, Memmingen

sigvaris

http://www.sigvaris.com

Adresse:

Dr.-Karl-Lenz-Strasse 35, 87700 Memmingen

Autor: Herr Dr. Peter Waldhausen

www.gefaessmedizin.info

Zur Behandlung von Krampfaderleiden bestehen verschiedenen Möglichkeiten:

  • Medikamentöse und physikalische Behandlungen einschließlich der Anwendung von Kompressionsmassnahmen können die Beschwerden lindern, aber nicht das Krampfaderleiden beseitigen.
  • Die Verödungsbehandlung kann Besenreiser und/oder kleinere Krampfadern ohne großen Innendruck verkleben.
  • Durch die sogenannte Schaumverödung können auch grössere Krampfadern verschlossen werden.
  • Nebenäste können durch Miniphlebektomie „herausgehäkelt“ werden.
  • Die Krampfaderausschaltung durch eine konventionelle oder endovenöse Operation (Laser-  Radiowellen- bzw. Rotationskatheter) ist angezeigt bei erhöhtem Innendruck der Venen oder beim Rückfliessen des Blutes in das Bein hinein.

 

Adresse:

Neue Linner Straße 86,

47799 Krefeld, Nordrhein-Westfalen

Kontakt:

Tel. 02151/569870

Fax: 02151/5698729

Email waldhausen@gefaessmedizin.info

Autoren: Herr Dr. med. Karl-Hermann Klein , Frau Dr. med. Anke Nölling und Frau Dr. med. Claudia Sickelmann

www.praxisklinik-burbach.de

Was sind Krampfadern und wie entstehen sie?

Krampfadern, auch Varizen genannt, sind knotenförmige, blau schimmernde, erweiterte Venen, die meist in geschlängelter oder verästelter Form („Besenreiser“)

an der Hautoberfläche liegen.

Ein Krampfaderleiden wird auch als Varikose bezeichnet.

Prinzipiell können sich alle Venen zu Krampfadern entwickeln, am häufigsten sind jedoch die oberflächlichen Venen der Beine betroffen.

Varikosen gehören zu den häufigsten Erkrankungen in Deutschland.

Zwischen 50 und 80 Prozent der Bevölkerung weisen Venenveränderungen unterschiedlich starker Ausprägung auf.

Etwa ein Viertel bis die Hälfte der Patienten leiden an einer leichten Varikose, bei etwa fünf bis 15 Prozent ist diese bereits fortgeschritten.

 

Adresse:

Praxisklinik am Flüsschen

Am Flüsschen 12,

57299 Burbach, Nordrhein-Westfalen

 

Kontakt:

Tel. 02736/5995

Fax: 02736/46944

Email info@praxisklinik-burbach.de

 

Foto Dr. Anke Nölling neu Foto Dr. Claudia Sickelmann NEU Foto Dr. Karl-Hermann Klein_NEU

Autor: Herr Karsten Hartmann

www.venenzentrum-freiburg.de

Die wichtigsten verschiedenen endovenösen Verfahren im einzelnen:

VNUS-Closure-Fast© (neuer Name: Venefit©)

Das Venefit©-Verfahren ist ein Radiowellenverfahren.

Die Krampfader wird hierbei mit einem speziellen Katheter immer abschnittsweise durch Radiowellenenergie auf 120 Grad erhitzt und damit verschlossen.

Besonderheit bei diesem Verfahren ist die Möglichkeit einer zusätzlichen Schaumverödung durch den Venefit©-Katheter.

Dies kann bei bestimmten Krampfadern ein Vorteil sein.

Das Venefit©-Verfahren hat sehr gute Erfolgsraten von über 95%.


Adresse:

Herr Dr. med. Karsten Hartmann

Zähringer Str. 14

79108 Freiburg, Baden-Württemberg

Kontakt:

Tel. 0761/5918780

Fax: 0761/59187820

Email info@venezentrum-freiburg.de

Autor: Herr Dr. Joerg Forkel 

www.vincenz.de

Ich leide an behandlungsbedürftigen Krampfadern, möchte mir die Vene allerdings nicht ziehen lassen. Gibt es andere Behandlungsmethoden?

Neben der klassischen Strippingmethode, bei der die Vene über zwei kleinere Schnitte entfernt wird, kann ein Krampfaderleiden je nach Ausprägung auch

schnittfrei mittels Kathetereingriff behandelt werden.

Bei diesem so genannten endovenösen thermischen Verfahren wird die Hauptkrampfader (Stammvene) über den Katheter von innen zum Verschluss gebracht.

Dabei wird über Radiofrequenz– oder Lasertechnik an der Katheterspitze die Venenwand soweit erwärmt, dass diese sich zusammenzieht, verklebt und

im weiteren Verlauf verschlossen abheilt.

Funktionell gleichen sich die klassischen und modernen Behandlungsverfahren, da beide Methoden zu einer Ausschaltung des Krampfaderleidens mit Verhinderung des

Blutrückflusses in das oberflächliche Venensystem des Beines führen.

Die endovenösen Katheterverfahren sind allerdings gewebeschonender und weniger schmerzhaft und können typischerweise bei Erstbehandlungen eines Krampfaderleidens

gut und sinnvoll eingesetzt werden.

Als weitere Methode kommt die Schaumsklerosierung zur Anwendung, bei der ein Verödungsmedikament in die zu behandelnden Krampfadern verabreicht wird.

Diese Schaumverödung eignet sich besonders gut für Seitenast-und Besenreiserkrampfadern und lässt sich mit dem anderen Verfahren auch kombinieren.

Adresse:

Klinik für Gefäßchirurgie, St. Vincenz Krankenhaus

Herr Dr. Joerg Forkel

Am Busdorf 2,

33098 Paderborn, Nordrhein-Westfalen

Kontakt:

Tel. 05251/861755

Fax: 05251/861752

Email gefaesschirurgie@vincenz.de

Autor: Herr Dr. med. Reinhard Kauschke 

www.praxis-kauschke.de

Venenverschlussplethysmographie (VVP)

Die VVP stellt ein Messverfahren zur Feststellung von Volumenänderungen im kapazitiven System der unteren Extremitäten dar.

Zwei apparativ – technische Methoden werden im klinischen Alltag angewendet

1. Quecksilberdehnungsstreifen-Plethysmographie (WHITNEY u. GUTMANN)

2. Luft-Plethysmographie (CHRISTOPOULUS u. NICOLAIDES; 1988)
Messparameter

• Volumenänderung bei passiven venösen Stau (maximale venöse Kapazität)
• Bestimmung des maximalen venösen Ausstromes

Methodik

  • Zunächst wird der venöse Abfluss der zu untersuchenden Extremität wird mit Staumanschette unterbunden ( 60 – 80 mm Hg ) welche zu einer distalen Volumenzunahme führt, diese wird gemessen
  • nach 3 – Minuten – Stau erfolgt ein schlagartiges Öffnen der Staumanschette welche zur raschen Entleerung der Extremität und die Messung der Abstrommenge ermöglicht („Venendrainage“)

Messfehler

  • freie Lagerung der Beine
  • vor Beginn der Messung muss die Extr. mindestens 10 Minuten flach gelagert sein (Volumengleichgewichte)
  • auffällig geringe Volumenzunahmen durch zu feste oder zu locker angelegte Messfühler, nicht erfolgte Nullabgleich
  • patientenbedingte Messfehler , Bewegungen ( Pressen, Husten, externe Störungen), Sprung in der Messkurve
  • falsch niedrige Werte durch periphere Ödeme

Messwerte Kapazität Ausstrom

  • Normal 2,5 – 5,0 ml 40 – 80 ml
  • Varikose > 5 ml > 80 ml
  • V.a. Thrombose / PTS < 2,5 ml < 40 ml
  • rel. sichere Thrombose < 2,0 ml < 20 ml

Stellenwert

  • einfache, hinsichtlich Apparateaufwand und Lagerung des Patienten aufwändige Untersuchung
  • Kapazitätsbestimmungen haben im Sinne von Verlaufsmessungen Aussagekraft Verlaufskontrolle mit Kapazitätsänderungen vor allem nach Thrombosenin der Thrombosediagnostik nur bei hämodynamisch bedeutsamen Verschlüssen
    ( V. poplitea und proximal davon) Treffsicherheit bis 90 %, isolierte Becken – Venen -Thrombose wird nicht diagnostiziert )

 

Adresse:

Praxis für Chirurgie und Gefäßerkrankungen

Friedrich-Wolf-Strasse 19,

23966 Wismar,  Mecklenburg-Vorpommern

Tel. 03841/703284

Fax: 03841/2240876

Email info@praxis-kauschke.de

Autoren: Herr Dr. med. Bernhard Klumpp und Frau Dr. med. Freia Minz

www.venenzentrum-adlershof.de

Die Therapie des Lymphödems ruht auf zwei Säulen, zum einen der Entstauung der Beine durch eine spezielle Massageform, Manuelle Lymphdrainage genannt, zum anderen muss der

Entstauungseffekt gehalten werden.

Hierzu dinet das Anlegen von Kompressionsverbänden oder das Tragen von passgenauen Spezial-Kompressionsstrümpfen (in sogennanter Flachstricktechnik – mit Naht an der Rückseite).

Bei stark gestauten Beinen erfolgt die Behandlung in 2 Phasen.

Adresse:

Herr Dr. med. Bernhard Klumpp und Frau Dr. med. Freia Minz

Albert-Einstein-Str.2

12489 Berlin

Kontakt:

Tel. 030/6392-2362

Fax: 030/6392-2471

Email info@venenzentrum-adlershof.de

Autor: Herr Dr. med. Jürgen Holl

www.venenpraxis-bodensee.de

Die Verödung ist eine erprobte Behandlung, mit der sich störende Besenreiser und kleinste Krampfadern an den Beinen ambulant entfernen lassen.

Durch eine spezielle Lösung, welche in die Vene gespritzt wird, reagieren die Innenwände der erweiterten Venen und verkleben miteinander.

Damit bei ausgeprägteren Besenreisern die Innenwände ebenso gut erreicht werden, wird das Verödungspräparat in Form eines feinen Schaums gespritzt (Schaumverödung).

Die Behandlung dauert ca. 15–30 Minuten und ist nahezu schmerzfrei.

Bereits nach vier Wochen ist das Ergebnis kosmetisch einwandfrei.

Adresse:

Venenpraxis Bodensee

Ravensburgerstr. 35,

88250 Weingarten,  Baden-Württemberg

Kontakt:

Tel. 0751/18951000

Fax: 0751/18951009

Email info@venenpraxis-bodensee.de