Besenreiser und retikuläre Varizen
Besenreiser und retikuläre Varizen – erst abklären, dann sklerosieren 2011

Gute Therapie für Schöne Beine – Zeitungsartikel
Gute Therapie für Schöne Beine – Zeitungsartikel

Autoren: Autoren: Frau Dr. Rewerk und Herr Dr. Rewerk

http://www.heidelberger-praxisklinik.de

Es handelt sich um die sog. CHIVA – Methode. „CHIVA“ ist die Abkürzung für die originale französische Bezeichnung der Methode und heißt auf Deutsch sinngemäß „ambulante, venenerhaltende, Blutfluss korrigierende Behandlung von Krampfadern„. Bei ihr bleiben die Stammvenen im Bein vollständig erhalten (Organerhalt) und stehen zudem dem Kreislauf weiterhin zur Verfügung (Funktionserhalt). Von Ausnahmen abgesehen, sollte dieses Verfahren in lokaler Betäubung durchgeführt werden. Erlernen kann man diese Methode in Wunstorf bei Hannover bei Frau Dr. med. Erika Mendoza, Vorsitzende der „Deutschen Gesellschaft für CHIVA“. Ein autodidaktisches Vorgehen sollte vermieden werden, der CHIVA-Anwender sollte belegen können, dass er in Wunstorf zur Schulung war. Unabdingbare Voraussetzung ist das Beherrschen des vaskulären Ultraschalles. Die CHIVA – Methode ist wissenschaftlich nicht sehr umfangreich abgesichert. Persönliche Erfahrungen konnten aber aufzeigen, dass diese Methode in bestimmten Situationen, insbesondere bei noch schwach ausgeprägtem Reflux in der Stammvene, wenn diese auch noch sehr dünn ist, erfolgreich sein kann. Patienten aber zu bedrängen, sich schnell nach CHIVA operieren zu lassen, damit keine schweren Probleme mit den Venen entstehen, ist unlauter. CHIVA ist keine Lösung für „Notfälle“. Auch die Preisbildung sollte kritisch hinterfragt werden. Für eine OP nach CHIVA einen Preis von deutlich mehr als 400,- zu verlangen, erscheint mir bedenklich. In so einem Fall sollte eine Zweitmeinung eingeholt werden. In diesem Rahmen würde dann automatisch auch noch einmal die Diagnose überprüft werden.
Fazit: CHIVA kann bei kritischer Indikationsstellung von einem ausgebildeten Operateur und erfahrenem Ultraschaller bei angemessener Preisbildung ein sinnvolles Verfahren in der Therapie der Varikosis darstellen  .

 

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Mit dem Ziel, die Dokumentation der vielfältigen Manifestationen von chronischen Venenerkrankungen zu vereinheitlichen, wurde ein umfassendes Klassifikationssystem (CEAP) entwickelt. Die CEAP-Klassifikation wurde von einem internationalen Ad-hoc-Ausschuss des American Venous Forum (AVF) im Jahr 1994 erarbeitet und publiziert. Seither ist sie weltweit der anerkannte Standard für die Klassifizierung von chronischen Venenleiden und ermöglicht den Vergleich von venösen Diagnosen und von Patientengruppen.

Die Grundlagen der CEAP beruhen auf einer Beschreibung der klinischen Veränderungen (C), der Ätiologie (E), der pathologischen anatomischen Venenveränderungen (A) und der zugrunde liegenden Pathophysiologie (P).

1) Klinische Einteilung

C0: keine sichtbaren oder tastbaren Zeichen einer Venenerkrankung
C1: Besenreiser oder retikuläre Varizen
C2: Krampfadern (Varizen)
C3: Ödem
C4a: Pigmentierung oder Ekzem
C4b: Lipodermatosklerose oder Atrophie blanche
C5: abgeheiltes venöses Unterschenkelgeschwür (Ulcus cruris)
C6: aktives venöses Unterschenkelgeschwür (Ulcus cruris)

Die klinischen Stadien können mit subjektiven Symptomen (S) einhergehen oder asymptomatisch sein (A).

Zu den Symptomen gehören:  Schmerzen, Spannungsgefühl, Schweregefühl, Schwellungsgefühl, Juckreiz, Muskelkrämpfe und andere Beschwerden, die auf venöse Dysfunktion zurückzuführen sind.

Ätiologie Klassifizierung

Ec: angeboren
Ep: primär
Es: sekundär
En: keine venöse Ursache nachweisbar

Anatomische Klassifikation

As: oberflächliche Venen
Ap: Perforansvenen
Ad: tiefe Venen
An: keine venösen Veränderungen nachweisbar

Pathophysiologie

Pr: Reflux
Po: Obstruktion
Pr,o: Reflux und Obstruktion
Pn: keine venöse Pathophysiologie nachweisbar

Entwickelt als eine Klassifikation, die sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln sollte, erfolgte 2004 die erste Überarbeitung durch eine internationale Arbeitsgruppe unter der Schirmherrschaft des AVF.

2) Das überarbeitete Dokument behält die grundlegenden CEAP-Kategorien bei, verbessert aber die zugrunde liegenden Details. Um den breiteren Einsatz in der täglichen Praxis zu fördern, wurde darüber hinaus, eine verkürzte Version, oder “Basis-CEAP” als Alternative zum umfassenden CEAP erstellt.

3) Prof. Jean-François Uhl und SIGVARIS haben das “CEAP Spiel” entwickelt, um Ärzte beim optimalen Einsatz des CEAP Systems zu unterstützen. Verfügbar in Englisch und Französisch. Bitte nutzen Sie das Kontaktformular, um ein kostenloses Exemplar der CD zu erhalten.

(1) Porter JM, Moneta GL. Reporting standards in venous disease: an update. International Consensus Committee on Chronic Venous Disease. J Vasc Surg 1995;21:635-45
(2) Eklof B, Rutherford RB, Bergan JJ, Carpentier PH, Glovicski P, Kistner RL, et al. Revision of the CEAP classification for chronic venous disorders: consensus statement. J Vasc Sur 2004;40:1248-52
(3) Meissner et al. Primary chronic venous disorders. J Vasc Surg 2007;46:54S-67S

 

Autor: Sigvaris GmbH, Memmingen

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