Welche Folgen kann ein unbehandeltes Krampfaderleiden haben?

Autoren: Herr Dr. med. Hendrik Altenkämper und Frau Dr.med. Rita Klaus

www.venenzentrum-mk.de

Zunächst einmal: Krampfadern sind kein rein kosmetisches Problem.

Die Tatsache und der Hinweis darauf, dass auch die Großmutter mit ihren Krampfadern über 90 Jahre alt geworden ist, verdeutlicht zwar, dass Krampfadern nicht unbedingt eine

Verringerung der Lebenserwartung zur Folge haben, lässt aber meist außer Betracht, dass die betreffende Person aber z.B. 20 Jahre lang mit einem “offenen Bein” gelebt hat oder vielleicht eine

Thrombose erlitten hat.

Unbehandelte Krampfadern führen neben unangenehmen Beschwerden wie Schweregefühl in den Beinen, Hitzegefühl, Schwellneigung und nicht selten Wadenkrämpfen zu

fortschreitenden Veränderungen an der Haut im Unterschenkelbereich.

Am Anfang steht zunächst meist noch die im Tagesverlauf zunehmende Schwellneigung der Beine.

In der Folge tritt eine zunehmende bläuliche Verfärbung im Innenknöchelbereich hinzu.

Dann folgt meist eine sich ausbreitende rötliche Verfärbung des Unterschenkels , die Haut verliert ihre Elastizität und verhärtet sich.

Im Laufe der Zeit werden die zunächst noch rötlichen Verfärbungen zunehmend dunkler und eher bräunlich (bedingt durch Eisenablagerungen in der Haut als Folge des venösen Blutstaus).

Häufig kommen in diesem Bereich noch stark juckende Ekzeme hinzu (sog. supravariköses Ekzem).

Diese veränderten Hautareale werden gegenüber kleinsten Verletzungen sehr anfällig und es bilden sich leicht offene Wunden, sog. Unterschenkelgeschwüre (Ulcus cruris).

Nun ist es zum ”offenen Bein” gekommen.

All diese Veränderungen können auftreten, ohne dass äußerlich sichtbare Krampfadern bestanden haben.

Übrigens sind etwa 90 % der offenen Beine

venös bedingt und nicht wie allgemein vermutet z. B. ein ” Raucherbein “.

Außerdem führen Krampfadern häufig zu sehr unangenehmen – weil schmerzhaften – Venenentzündungen.

Hierunter versteht man die Thrombosierung (Gerinnselbildung) oberflächlicher Venen mit Entzündung des umgebenden Gewebes.

Wächst ein solches Gerinnsel weiter und erreicht das tiefe Venensystem, so kann es zur Ausbildung einer Thrombose kommen mit der Gefahr einer Lungenembolie.

 

Adresse:

Herr Dr. med. Hendrik Altenkämper und Frau Dr.med. Rita Klaus

Am Nocken 4,

58840 Plettenberg, Nordrhein-Westfalen

Kontakt:

Tel. 02391/1651

Fax: 02391/10645

Email info@venenzentrum-mk.de

Autor: Herr Dr. med. Michael Knop

www.havelklinik.rtrk.de

Besenreiser sind kleinste erweiterte Venen in der obersten Hautschicht, die mit Blut gefüllt sind.

Sie können durch die Haut als dunkelblaue Äderchen, rötliche Flecken oder hellrote Gefäßbäumchen sichtbar werden.

Besenreiser betreffen Männer genauso oft wie Frauen und können an allen Stellen des Beines entstehen.

Therapie der Wahl bei Besenreisern ist die ambulante Verödung. Besenreiser stellen ein rein kosmetisches Problem dar.

Krankheitsbild

Besenreiser betreffen Männer genauso oft wie Frauen und können generell an allen Stellen des Beines entstehen.

Besonders oft treten sie aber auf den Oberschenkeln, an der Innenseite der Unterschenkel und an den Fußrändern auf.

Ursache ist eine vererbte Veranlagung.

Verstärkend wirken Faktoren wie häufige Sonnen– oder Dampfbäder, Saunagänge, Hormone, Schwangerschaft sowie Übergewicht oder starke Gewichtsreduktion.

Therapie

Die ambulante Verödung gilt bei Besenreisern als erfolgreichste Behandlungsmethode.

Hierbei wird ein spezielles Mittel (Polidocanol) in die Besenreiser gespritzt, welches ihre medikamentöse Verklebung und ihren anschließenden Abbau zur Folge hat.

Dies geschieht meist in mehreren Sitzungen.

Da Besenreiser ein kosmetisches Problem sind, werden die Kosten für diesen Eingriff von den Kassen nicht erstattet.

 

Adresse:

Zentrum für Venen – und Dermatochirurgie

Gatower Str. 191,

13595 Berlin, Berlin

Kontakt:

Tel. 0303/6206370

Fax: 0303/6206100

Email venenzentrum@havelklinik.de

Autorin: Frau Dr. med. Jutta Häring

www.venenaerzte-passau.de

Crossektomie

Bei der Crossektomie erfolgt ein kleiner Hautschnitt in der Leiste.

Die große Rosenvene (Vena saphena magna) wird unterbunden und der Schnitt mit einigen Nähten versorgt.

Dieser Eingriff wird so venenerhaltend wie möglich ausgeführt um die Vena saphena magna für eventuelle Bypass-Operationen zu erhalten.

Ähnliches Verfahren kann erforderlich sein mit einem Hautschnitt in der Kniekehle bei Klappeninsuffizienz der kleinen Rosenvene (Vena saphena parva).

Stripping-Operationen

Das Stripping-Verfahren kommt nur zum Einsatz, wenn die Vene nicht mehr erhaltenswert ist.

Durchschnittlich dauert dieser ambulante Eingriff 30 Minuten.

Anschließend können Sie in Begleitung nach Hause.

Die Heilung der Wunde dauert durchschnittlich etwa 7 Tage, während dieser Zeit sollte starke, körperliche Belastung vermieden werden.

Miniphlebektomie u. Perforantenvenenunterbindungen

Bei Seitenastvariskosis und Perforanteninsuffizienz (nicht funktionsfähige Verbindungsvenen) können über 1 bis 2 mm kleine Hautschnitte die Venen stückweise entfernt werden.

Nach der Verheilung sind in der Regel keine Narben mehr sichtbar.

Kompressionstrümpfe sollten anschließend etwa 1-2 Wochen lang tagsüber getragen werden.

 

Adresse:

Fachpraxis für Venenheilkunde

Bahnhofstraße 11,

94032 Passau, Bayern

Kontakt:

Tel. 0851/75635980

Fax: 0851/75635989

Email info@venenaerzte-passau.de