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Autor: Prof. Dr. Markus Stücker, Venenzentrum Ruhr Univ. Bochum 

www.venenzentrum-uniklinik.de

Was ist ein Unter­schenkel­geschwür?

Ein Unter­schenkel­geschwür (offenes Bein) ist eine nicht heilende Wunde am Bein, die meist durch Durchblutungsstörungen bedingt ist.

Seltenere Ursachen sind Gefäßentzündungen, Infektionen, Nervenleitungsstörungen, Medikamentennebenwirkungen, bösartige

Hauterkrankungen, Autoimmunerkrankungen und weitere seltene Erkrankungen.

Wie kommt es zu einem Unter­schenkel­geschwür?

Die häufigste Ursache des offenen Beins ist ein chronisches Venenleiden (etwa 70%). Dies kann im Wesentlichen durch folgende Faktoren bedingt sein:

  • Krampfaderleiden (Varikose)
  • Postthrombotisches Syndrom (Klappenzerstörung und Venenwandveränderungen nach tiefer Beinvenenthrombose)
  • Ausfall der venösen Pumpfunktion (bei verminderter Beweglichkeit im Knöchelgelenk)
  • Abklemmen des venösen Rückfluss in den Leistenregionen bei extremen Übergewicht (Dependency-Syndrom)

Eine andere wesentliche Ursache (10-20%) von Unter­schenkel­geschwüren sind Verschlüsse der Arterien.

Dadurch wird weniger sauerstoffreiches Blut vom Herzen ins Bein transportiert und es kommt zu Ernährungsstörungen der Haut bis hin zum Untergang des Gewebes.

Insbesondere bei älteren Menschen kommt es oft zu einem Zusammenspiel von arteriellen und venösen Durchblutungsstörungen.

Welche Untersuchungen sind notwendig?

Alle Basisuntersuchungen sind ohne Nebenwirkungen nicht invasiv und in der Regel ambulant durchzuführen.

  • Zum Nachweis eines chronischen Venenleidens wird ein Bewegungstest zur Kontrolle der Muskelpumpe am Unterschenkel durchgeführt (Photoplethysmographie) und die Beweglichkeit am Sprunggelenk gemessen. Die Venen werden durch Ultraschalluntersuchungen in ihrer Funktion untersucht (Doppler- und farbkodierte Duplexsonographie). Der Arteriendruck an den Beinen kann ebenfalls durch einfache Ultraschalluntersuchungen kontrolliert werden.
  • Außerdem sollte bei der Erstuntersuchung ein bakterieller Abstrich von der Wundfläche genommen werden. Auf allen chronischen Wunden finden sich Bakterien. Wichtig ist es, solche zu erkennen, die besondere Behandlung oder Vorsichtsmaßnahmen erfordern oder die Abheilung der Wunde behindern.
  • Darüber hinaus kann es im Einzelfall sinnvoll sein, Hautproben zu entnehmen, weitere invasive Diagnostik zur Gefäßdarstellung zu betreiben (z.B. Angio-MRT) oder Blutuntersuchungen durchzuführen (z.B. bei V.a. eine Zuckererkrankung, Nierenschwäche, Rheumaerkrankungen etc.).

Welche Komplikationen drohen bei chronischen Unter­schenkel­geschwüren?

  • Bei allen chronischen Wunden können durch Bakterien, die über die offene Wundfläche in die Lymphbahnen eindringen, Wundrosen (Erysipele) entstehen. Sie äußern sich als rasch größer werdende Rötungen und Überwärmungen am Bein, oft einhergehend mit Abgeschlagenheit und Fieber.
  • Werden diese Wundrosen nicht schnellstmöglich behandelt, kann es zu einem Vordringen der Bakterien in tiefere Gewebeschichten kommen. Es droht eine Infektion von Muskeln oder Sehnen, die ggf. größere Operationen oder sogar eine Amputation erforderlich machen kann.
  • Oft haben Patienten mit Unter­schenkel­geschwüren Allergien gegen bestimmte Salben oder Desinfektionsmittel. Diese äußern sich bei Patienten mit chronischen Wunden oft durch Schmerzen und vermehrtes Nässen der Wunde, seltener durch Juckreiz. Dies kann durch Allergietests nachgewiesen werden.
  • Fast alle Patienten mit chronischen Wunden haben Schmerzen durch die Wunde selbst, durch begleitend bestehende Infektionen oder Unverträglichkeiten von eingesetzten Behandlungsmaterialien. Entsprechend sollte eine ausreichende Schmerztherapie erfolgen. Ggf. ist die Vorstellung bei einem Schmerztherapeuten sinnvoll.

Welche Therapie ist die richtige?

Entscheidend ist die Therapie der Grunderkrankung! – Ist das Unter­schenkel­geschwür durch eine fehlerhafte Durchblutung entstanden, so sollte diese verbessert werden, besteht eine Rheumaerkrankung, so sollte diese behandelt werden usw.

Ist das Unter­schenkel­geschwür z.B. durch ein Venenleiden bedingt, so gilt:

  • Krampfadern können oft operiert, endoluminal behandelt oder verödet werden.
  • Nach einer Thrombose verbessern Kompressionsverbände oder -strümpfe den venösen Blutfluss.
  • Die Beweglichkeit des Sprunggelenkes wird durch spezielle Übungen gesteigert.
  • Venenkranke sollten die Beine öfter hoch legen, Arterienkranke sollten die Beine eher tief legen.
  • Allergien können durch moderne Wundauflagen weitgehend vermieden werden.
  • Therapieresistente Unter­schenkel­geschwüre können (nach Behebung der Ursache) durch eine Hautverpflanzung verschlossen werden.
  • Bei Venenleiden ist die Kompressionsbehandlung zur Verminderung von Unterschenkelschwellungen der entscheidende Faktor.

Darüber hinaus gibt es weitere Punkte, die für die Versorgung chronischer Wunden unabhängig von Ihrer Ursache gelten:

  • Je länger eine chronische Wunde besteht, desto langwieriger ist ihre Abheilung. Entsprechend ist eine kurzfristige ärztliche Vorstellung zur Basisdiagnostik ratsam.
  • Es sollte eine professionelle Wundversorgung durch angeleitete Patienten/ Angehörige oder einen Pflegedienst erfolgen.
  • Es sollte eine regelmäßige (ärztliche) Wundreinigung erfolgen. Alte Hautreste, Krusten etc. bieten einen guten Nährboden für Bakterien und verhindern den Wundverschluss.
  • Es sollte eine gute Pflege der Haut in der Wundumgebung erfolgen. Hier bieten sich v.a. rückfettende Externa wie z.B. Vaseline an. Angesichts der hohen Allergieneigung von Wundpatienten sollte auf unnötige Zusätze oder leicht reizende Stoffe verzichtet werden (z.B. Propolis, Hamamelis, Kamille, Duftstoffe, Panthenol, Jod).
  • Treten eine plötzliche Zunahme von Schmerzen oder Nässen der Wunde auf, kann dies ein Alarmzeichen für eine Infektion sein. Es sollte eine kurzfristige ärztliche Vorstellung erfolgen.

Adresse:

Prof. Dr. Markus Stücker, Venenzentrum Ruhr Univ. Bochum

Hiltroper Landwehr 11-13

44805 Bochum Nordrhein-Westfalen

Kontakt:

Tel. 02348/792377378

Fax: 02348/792376

Email m.stuecker@klinikum-bochum.de

Autoren: Herr Dr. med. Guido Lengfellner und Herr Dr. med. Udo Vielsmeier

venenaerzte-regensburg.de

Die Radiofrequenzbehandlung mit dem ClosureFastSystem ist seit vielen Jahren ein sehr sicheres und effektives Verfahren in der Behandlung von Krampfadern.

In die zu behandelnde Vene wird in örtlicher Betäubung ein Thermokatheter eingebracht, der diese mittels Wärme verschließt.

Der ambulante Eingriff erfolgt ohne Schnitt und ist folglich narbenfrei mit bestem ästhetischen Ergebnis. Eine Arbeitsunfähigkeit entsteht in der Regel nicht.

Adresse:

Herr Dr. med. Guido Lengfellner und Herr Dr. med. Udo Vielsmeier

Günzstraße 5,

93059 Regensburg,  Bayern

Kontakt:

Tel. 0941/447274

Fax: 0941/447497

Email venenaerzte@web.de

Autor: Herr Dr. med. Jürgen Holl

www.venenpraxis-bodensee.de

Achten Sie auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung und treiben Sie regelmäßig Sport.

Besonders geeignet sind zum Beispiel Laufen, Schwimmen oder Radfahren.

Wechselbäder mit kaltem und warmem Wasser sind ebenfalls ein gutes Gefäßtraining.

Legen Sie zusätzlich hin und wieder die Beine hoch.

Vermeiden Sie nach Möglichkeit lange, heiße Bäder, ausgedehnte Saunagänge, Hitze und pralle Sonne, da dies die Venenerweiterung begünstigt.

Adresse:

Venenpraxis Bodensee

Ravensburgerstr. 35,

88250 Weingarten

Kontakt:

Tel. 0751/18951000

Fax: 00751/18951009

Email info@venenpraxis-bodensee.de

Autorin: Frau Dr. med. Erika Mendoza

www.venenpraxis-wunstorf.de

Was ist die maschinelle Entstauung?

Der Patient liegt bequem auf einer Liege.

Die Beine werden zunächst mit einem Baumwollstrumpf versehen und dann wird ein großer Stiefel aus Kunststoff übergezogen, der zunächst ganz locker anliegt.

Das Gerät beginnt dann, sich mit Luft aufzublasen.

Zunächst kommt so ein Druck im Fußbereich zustande.

Nach ein paar Sekunden füllt sich die Kammer an der Wade und dann am Oberschenkel.

So wird das Gewebevon unten nach obenleer gepresst.

Nach ein paar Sekunden entweicht die Luft wieder, der Druck lässt nach, nur um sich dann wieder neu aufzupumpen.

Somit wird das Bein wiederholt von unten nach oben leer gepumpt.

Die Behandlung ist angenehm.

Die Druckstärke kann auf Ihre persönlichen Bedürfnisse eingestellt werden, so dass die Behandlung immer möglichst effektiv ist, ohne unangenehm zu sein.

Insgesamt dauert eine Sitzung circa 20 Minuten.

Adresse:

Frau Dr. med. Erika Mendoza

Speckenstr. 10

31515 Wunstorf, Niedersachsen

Kontakt:

Tel. 05031/912781

Fax: 05031/912782

Email info@venenpraxis-wunstorf.de

Autoren: Herr Dr. med. Karl-Hermann Klein , Frau Dr. med. Anke Nölling und Frau Dr. med. Claudia Sickelmann

www.praxisklinik-burbach.de

VENENENTZÜNDUNG (THROMBOPHLEBITIS)

Bei einer Thrombophlebitis handelt es sich um eine Entzündung und Thrombose von oberflächlichen Venen, in den meisten Fällen von Krampfadern.

Oftmals klagen die Patienten über bekannte Thrombosesymptome wie örtliche Rötung, Schwellung, Überwärmung und einen schmerzhaften, als Verhärtung tastbaren Venenstrang, es besteht jedoch in der Regel keine Emboliegefahr.

Neben der klinischen Untersuchung (Abklärung der angezeigten Symptome) führen wir eine Kompressionsultraschalluntersuchung der Gefäße durch,

um die genaue Ausdehnung der Venenentzündung zu bestimmen.

Die Behandlung der Thrombophlebitis erfolgt in Abhängigkeit des Befundes.

Es muss in jedem Fall ein spezieller Kompressionsstrumpf getragen werden, um ein mögliches Weiterwachsen des Blutgerinnsels zu unterbinden und die Gefäßdurchblutung zu fördern.

Darüber hinaus kann es notwendig sein, für einige Tage entzündungshemmende Medikamente einzunehmen, bei ausgedehnten Befunden werden zusätzlich Thrombosespritzen verabreicht.

Adresse:

Praxisklinik am Flüsschen

Am Flüsschen 12,

57299 Burbach, Nordrhein-Westfalen

Kontakt:

Tel. 02736/5995

Fax: 02736/446944

Email info@praxisklinik-burbach.de

Foto Dr. Karl-Hermann Klein_NEU Foto Dr. Claudia Sickelmann NEU Foto Dr. Anke Nölling neu

Schaufensterkrankheit – Was ist das?

Menschen mit einer Durchblutungsstörung der Arterien der Beine bekommen beim Laufen zunehmende Schmerzen in den Beinen.

Diese Schmerzen können so stark werden, dass die Betroffenen nach einer bestimmten Gehstrecke anhalten müssen.

Nach einer Pause lassen die Schmerzen wieder nach, der Betroffene kann weiterlaufen, bis er nach einer Weile erneut anhalten muss.

Diese “Gehbehinderung” fällt gar nicht auf, wenn der Betroffene in der Stadt zum Beispiel in regelmäßigen Abständen die Schaufenster betrachtet.

So entstand der Begriff der “Schaufensterkrankheit”. Die Mediziner sprechen von einer Claudicatio intermittens.

Sie beschreibt ein Stadium der zunehmenden Arterienverkalkung der Beine, der sog. “peripher arteriellen Verschlußkrankheit” pAVK.

Was ist der Grund für die Symptome?

Ursächlich ist eine zunehmende Verstopfung (Atherosklerose) der Beinarterien, also der Gefäße, die das sauerstoffreiche Blut vom Herzen in das Bein und zur Muskulatur bringen

(im Gegensatz dazu bringen die Venen das sauerstoffarme Blut wieder zum Herzen zurück).

Mit zunehmender Verengung der Arterien kann pro Zeit weniger Blut transportiert werden.

Beim Laufen steigt der Sauerstoffbedarf der Muskulatur, mehr Blut wird benötigt.

Irgendwann reicht durch die eingetretene Arterienverengung das Blut – und Sauerstoffangebot nicht mehr aus.

Die Muskulatur beginnt zu schmerzen. Der Patient bleibt stehen.

Ähnliches passiert zum Beispiel am Herzen, wenn eine Verengung der Herzkranzgefäße vorliegt. Bei Anstrengung bekommt der Betroffene Schmerzen in der Brust.

Früher bezeichnete man dies als Angina pectoris.

Welche Risikofaktoren gibt es?

Für die Entstehung einer Arterienverengung (Atherosklerose) gibt es zahlreiche Risikofaktoren.

Der wichtigste ist das Rauchen. Das Risiko steigt mit der Zahl der gerauchten Zigaretten.

Begünstigt wird eine Arterienverkalkung ebenso durch erhöhte Cholesterinspiegel, das Vorhandensein einer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und durch Übergewicht.

Auch ein erhöhter Blutdruck schädigt auf Dauer die Gefäßinnenwände und begünstigt eine frühzeitige Arterienverkalkung.

Wichtig ist, dass sich einzelne Risikofaktoren nicht lediglich addieren, sondern bei Vorhandensein mehrerer Risikofaktoren das Risiko für

eine Arterienverengung exponentiell und damit dramatisch ansteigt.

Wie häufig kommen arterielle Durchblutungsstörungen der Beine vor?

Die Mediziner reden bei dieser Erkrankung von der sog. “peripher arteriellen Verschlußkrankheit” pAVK. Sie kommt mit steigendem Lebensalter häufiger vor.

Aus einer groß angelegten bundesdeutschen Studie (getABI) weiß man, dass jeder 5. Patient über 65 Jahre an einer pAVK leidet.

Doch das schlimmste ist: Die wenigsten wissen davon!

Trotz fortgeschrittener Veränderungen der Arterien leiden sie noch nicht an der Schaufensterkrankheit.

Sie sind krank, haben aber noch keine Symptome. Nur jeder zehnte Betroffene hat die typischen Symptome.

Welche Bedeutung hat das für Betroffene?

Diejenigen Patienten ohne Symptome sind genau so krank wie die, die an einer typischen Schaufensterkrankheit leiden.

Auch die Betroffenen ohne Symptome müssen so früh als möglich erkannt werden, um durch geeignete Maßnahmen ihr Risiko zu versterben frühzeitig zu mindern.

Sowohl von den symptomatischen als auch von den asymptomatischen Patienten leben nach 10 Jahren nur noch etwa 50%.

Die Lebenserwartung von Patienten mit einer pAVK ist um 10 Jahre verkürzt.

Dies liegt an den zahlreichen Begleiterkrankungen von Patienten mit pAVK:

  • 30% haben einen Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • 30% haben eine arterielle Hypertonie (Bluthochdruck)
  • 25% haben Verkalkungen der Halsschlagadern
  • 50% haben Verkalkungen der Herzkranzgefäße

 

Was können Betroffene tun?

Bei Vorhandensein mehrerer der erwähnten Risikofaktoren sollte frühzeitig vom Arzt eine pAVK ausgeschlossen werden.

Dies ist mit relativ einfachen Mitteln möglich. Ggf. sollte eine Überweisung zum Phlebologen oder Angiologen erfolgen.

So können frühzeitg Maßnahmen zur Verhinderung eines Fortschreitens der Erkrankung getroffen werden.

Dazu gehören als Basismaßnahmen die Aufgabe des Rauchens, Gewichtsreduktion, Steigerung der körperlichen Aktivität, optimale Einstellung des Blutdrucks und

ggf. des Blutzuckers. Ernährungsumstellung bei erhöhten Blutfetten.

Daneben kommt eine Behandlung mit ASS (Azetylsalicylsäure) in Betracht zur Hemmung der Blutplättchen und z. B. eine Therapie mit cholesterinsenkenden Medikamenten.

Bei fortgeschrittener Erkrankung und kritischer Minderung der Beindurchblutung sind evtl. operative Maßnahmen wie z. B. die Anlage von Bypässen angezeigt.

Bei bestimmten Verschlüssen kann auch eine Aufdehnung mittels Ballonkatheter (ähnlich der Behandlung verengter Herzkranzarterien) vorgenommen werden.

Bei frühzeitiger Diagnostik können Beinamputationen aufgrund von Durchblutungsstörungen vermieden und die Lebenserwartung von Patienten deutlich gesteigert werden.

sigvaris

Autor: Sigvaris GmbH, Memmingen

Dr.-Karl-Lenz-Strasse 35
87700 Memmingen

Autorin: Frau Dr. Kerstin Kreis

www.venenheilkunde-berlin.de

Besenreiser treten insgesamt sehr häufig auf; bei nahezu jeder 2. Frau erscheinen Sie irgendwann im Laufe ihres Lebens, aber auch Männer sind betroffen.

Veranlagung spielt hierfür eine große Rolle.

Sollten bereits Eltern und/oder Großeltern von Krampfadern oder Besenreisern betroffen sein, ist die Wahrscheinlichkeit überdurchschnittlich groß, dass auch

Sie davon betroffen sein werden.

Besenreiservarizen oder auch die Besenreiservarikose können, müssen aber nicht behandelt werden.

Optisch erscheinen Besenreiser meist in rötlicher oder bläulicher Ausprägung, bevorzugt an den Außenflächen der Oberschenkel und im Bereich der Knöchel

aber auch an den übrigen Beinarealen.

Um unterscheiden zu können, ob es sich hierbei lediglich um eine kosmetisch störende Veränderung des Hautbildes oder aber um vielleicht die „Spitze des Eisberges“, d. h. eines tieferliegenden,

medizinisch relevanten Venendefektes handelt, ist eine Ultraschalluntersuchung der Beinvenen unerlässlich.

Lässt sich hierdurch eine Venenschwäche oder ein Krampfaderleiden nachweisen, sollte zunächst für dieses eine geeignete Therapieoption gewählt werden.

Erst nach einer Behandlung ist es für einen maximalen kosmetischen Erfolg sinnvoll, die Besenreiserbehandlung durchzuführen.

Hierfür gibt es im Prinzip zwei Möglichkeiten der Therapie: die Verödung (= Sklerosierung) mit flüssigem Verödungsmittel oder der Einsatz eines oberflächlichen Hautlasers.

Erfahrungsgemäß eignet sich die erstgenannte Methode eher für etwas kräftigere, meist bläulich gefärbte Besenreiser und der Hautlaser für die eher kleineren,

häufig hellrot erscheinenden Besenreiser.

Jedoch ist auch eine Kombination aus beiden Verfahren gelegentlich sinnvoll um das Optimum der kosmetischen Wirkung zu erreichen.

Für eine rein kosmetisch-motivierte Behandlung werden die Kosten i. d. R. von keiner Krankenkasse übernommen.

Die etwas größeren, netzförmig angelegten retikulären Varizen, die sich manchmal unter der Hautoberfläche über längere Strecken mit bloßem Auge verfolgen lassen,

werden ebenfalls mit Sklerosierungsmittel flüssig oder als Schaumzubereitung behandelt.

Auch wenn diese häufig, wie auch die kleinerlumigen Besenreiser, keine Beschwerden verursachen, kann man doch davon ausgehen, dass es sich möglicherweise um eine Vorstufe zu

medizinisch relevanten Krampfadern handelt.

Aus diesem Grund erstatten die Privaten Krankenkasse in der Regel die Behandlungskosten für die Retikuläre Varikose.

Adresse:

Privatärztliche Praxis für Venenheilkunde und dermatologischen Ultraschall, Kreis & Kollegen

Frau Dr. med. Kerstin Kreis,

Richard-Strauss-Str.37,

14193 Berlin, Berlin

Kontakt:

Tel. 030/8974888 0

Fax: 030/8974888 1

Email info@venenheilkunde-berlin.de

Autoren: Herr Dr. med. Guido Lengfellner und Herr Dr. med. Udo Vielsmeier

venenaerzte-regensburg.de

Die Flüssigverödung dient der Behandlung kleiner und kleinster retikulärer Venen.

Auch hier wird über feinste Nadeln die kleinen Venen punktiert und das Verödungsmittel in flüssiger Form in die Vene injiziert.

In der Folge verklebt auch hier die Vene und verschwindet.

Beide Verödungsverfahren eignen sich besonders in Kombination mit den minimal invasiven Verfahren wie der Laser- oder der Radiofrequenztherapie, so dass die

Krampfadernbehandlung ohne Schnitte und somit narbenfrei mit optimalem ästhetischen Ergebnis durchgeführt werden kann.

Nach der Verödungsbehandlung sollte für einige Tage tagsüber ein Kompressionsstrumpf getragen werden.

Adresse:

Herr Dr. med. Guido Lengfellner und Herr Dr. med. Udo Vielsmeier

Günzstraße 5

93059 Regensburg, Bayern

Kontakt:

Tel. 0941/447274

Fax: 0941/447497

Email venenaerzte@web.de

Wie verhindert man ein Malum perforans ( Chronisches Druckgeschwür)?

Autor: Prof. Dr. Markus Stücker, Venenzentrum Ruhr Univ. Bochum

www.venenzentrum-uniklinik.de

Vorbeugende Maßnahmen zur Vermeidung eines Malum perforans sollten Druckstellen am Fuß entlasten und kleinste Hautverletzungen vermeiden.

Im Einzelnen ist Folgendes zu beachten:

  • Fußinspektion: Die genaue und regelmäßige Betrachtung der Haut der Füße ist besonders wichtig, da die initialen Hautschäden aufgrund eines Nervenschadens unter Umständen sonst nicht wahrgenommen werden. Zu achten ist insbesondere auf kleine Verletzungen, Rötungen und Schwielen. Der Patient sollte einmal täglich die Füße und Fußsohlen anschauen. Zeigen sich verdächtige Areale sollte eine kurzfristige ärztliche Vorstellung erfolgen.
  • Fuß- und Nagelpflege: Bei der Fuß- und Nagelpflege müssen Verletzungen vermieden werden. Oft kann es sinnvoll sein, die Füße durch eine medizinische Fußpflege behandeln zu lassen.
  • Entlastungsschuhe: Ist es zur Abheilung des Malum perforans gekommen, sollten weiterhin gut angepasste Schuhe getragen werden. Der erneute Nutzen des alten Schuhwerks fördert die Neuentstehung des Malum perforans.
  • Niemals barfuß: Durch die verminderte Empfindlichkeit an den Füßen werden Splitter, Scherben oder andere verletzende Gegenstände nicht bemerkt. Um entsprechende Verletzungen an den Füßen zu vermeiden, sollte immer entsprechendes schützendes Schuhwerk getragen werden.
  • Nach dem Waschen sollten die Füße sorgfältig abgetrocknet und eingecremt werden. Trockene, rissige Haut stellt eine Eintrittspforte für Infektionen dar.
  • Um auch die Ursache der Empfindlichkeitsstörung zu bekämpfen, müssen schädigende Faktoren für das Nervensystem (Blutzucker, Alkohol, Medikamente) vermieden werden.

 

Adresse:

Prof. Dr. Markus Stücker, Venenzentrum Ruhr Univ. Bochum

Hiltroper Landwehr 11-13

44805 Bochum Nordrhein-Westfalen

Kontakt:

Tel. 023487/92377378

Fax: 023487/92376

Email m.stuecker@klinikum-bochum.de

Autoren: Frau Dr. med. Rewerk und Herr Dr. med. Rewerk

www.heidelberger-praxisklinik.de

Wann tragen?

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

bei warmen Außentemperaturen höre ich seit Jahren immer wieder die gleichen Äußerungen.

Im Sommer solle man sich Krampfadern nicht behandeln, bzw. operieren lassen, weil das immer mit dem Tragen von Stützstrümpfen für viele Wochen verbunden sei,

und das auch noch bei der Hitze.

Häufig genug fällte es Patienten aber auch während der kälteren Jahreszeit schwer, konsequent Kompressionsstrümpfe zu tragen.

Das ist menschlich durchaus verständlich.

Jedoch dreht es sich letztlich darum, bei vorliegenden Krampfadern das sog. tiefe Venensystem zu schützen, denn die oberflächlichen Krampfadern können im Verlauf das tiefe

Venensystem zerstören.

Letzteres braucht Ihr Bein aber lebensnotwendig.

Ist das tiefe Venensystem erst einmal kaputt, muß lebenslang ein Kompressionsstrumpf über das ganze Jahr getragen werden.

Bitte bedenken Sie also:

Aus medizinischer Sicht sollten immer dann solche Strümpfe getragen werden, wenn Krampfadern mit Beschwerden vorliegen und diese noch nicht behandelt,

d.h. verödet oder operiert worden sind.

Häufig sind die Beschwerden im Sommer sogar schlimmer, dann müsste erst Recht behandelt werden und erst Recht bis zur Behandlung ein Kompressionsstrumpf getragen werden.

Liegt z.B. eine Schwellneigung eines Beines oder schon eine Hautveränderung vor, so kündigt sich ein Schaden am tiefen Venensystem an.

Genau das aber kann der Anfang einer Katastrophe sein.

Dann ist ggf. ein offenes Bein, oder sogar eine Thrombose oder eine Lungenembolie nicht mehr sehr weit weg.

Die einzige, aus medizinischen Gründen verantwortbare Möglichkeit, bei problematischen Krampfadern die Tragezeit von Stützstrümpfen abzukürzen,

kann eine entsprechende Behandlung sein.

Bei intaktem tiefen Venensystem kann das Tragen von Kompressionsstrümpfen häufig auf eine Woche nach einer OP begrenzt werden.

Auf diese Weise kann im Einzelfall die medizinische Notwendigkeit, Stützstrümpfe eigentlich auch während des ganzen Sommers tragen zu müssen, deutlich reduziert werden.

Schützen Sie Ihr tiefes Venensystem wie Ihren Augapfel.

Adresse:

Heidelberger Praxisklinik

Herr und Frau Dres. Stephan und Sabine Rewerk

Mönchhofstraße 4a,

69120 Heidelberg, Baden-Württemberg

Kontakt:

Tel. 06221 /168 555

Fax: 06221/ 168 554

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