Soll man einen Kompressionsstrumpf in der warmen Jahreszeit tragen?

Autoren: Frau Dr. Rewerk und Herr Dr. Rewerk

www.heidelberger-praxisklinik.de

Grundsätzlich hängt die Beantwortung dieser Frage vom Einzelfall ab.

Ein Patient hatte eine tiefe Venenthrombose mit verbliebenen Schäden im tiefen Venensystem:

Um schwere Beinschäden zu vermeiden, ebenso eine neuerliche Thrombose, sollte dieser Patient bedauerlicherweise den Kompressionsstrumpf im Zweifel täglich und ganzjährig tragen.

Ein Patient hat eine Varikosis. Das tiefe Venensystem ist intakt.

Die Varikosis macht aber Symptome: Hier sollte ein Kompressionsstrumpf bis zur OP getragen werden.

Läßt sich der Patient erst im Herbst operieren, sollte solange der Strumpf getragen werden, andernfalls müsste er mit Komplikationen rechnen.

Um die Strumpftragezeit zu reduzieren, wäre eine OP auch in der warmen Jahreszeit sinnvoll.

Ein Patient hat eine Varikosis. Das tiefe Venensystem ist intakt.

Die Varikosis ist nur schwach ausgeprägt und macht keine Symptome:

Hier ist es verantwortbar, die OP erst in der kalten Jahreszeit durchführen zu lassen und bis dahin auch keinen Strumpf zu tragen.

Adresse:

Heidelberger Praxisklinik

Mönchhofstr. 4a,

69120 Heidelberg, Baden-Württemberg

Kontakt:

Tel. 06221/168555

Fax: 06221/168554

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Autor: Herr Dr. med. Thomas Weiler

www.venencentrum-pforzheim.de

Gefäßkrankheiten / Venenerkrankungen und Ursachen

  • Besenreiser
    Feine, in der Haut liegende, sichtbare Venen (größere Venen erscheinen blau, kleinere meist rot).
  • Krampfadern (Varizen)
    Stark geschlängelte, unter oder auch seltener in der Haut liegende erweiterte Venen, meistens an der Innenseite des Unterschenkels oder an der Rückseite der Wade.
  • Stauungsekzem (Stauungsdermatitis)
    Juckende Hautentzündung, welche durch die Stauung des venösen Blutes in die Haut und Unterhaut hervorgerufen wird.
  • Venenentzündung (Phlebitis)
    Eine Thrombose der oberflächlichen Leitvenen, der Vena saphena magna oder der Vena saphena parva wird als Thrombophlebitis bezeichnet. Sind nur Seitenäste der oberflächlichen Leitvenen betroffen, spricht man von einer Varikophlebitis. Eine Venenentzündung kann sich über die Verbindung der Unterhautleitvenen mit dem tiefen Venensystem auf das tiefe Venensystem ausbreiten. Es droht dann eine tiefe Venenthrombose mit der Gefahr einer Lungenarterienembolie.
  • Thrombose
    Bei dem Begriff Thrombose handelt es sich um eine allgemeine Bezeichnung für den Verschluss von Blutgefäßen durch einen Thrombus (Blutgerinnsel).
  • Tiefe Venenthrombose
    Durch Gerinnung des Blutes in den tiefen Leitvenen entsteht ein thrombotischer Verschluss der betreffenden Vene. Bei fehlender Behandlung kann sich die Thrombose weiter ausdehnen. Kommt es zu einer spontanen Ablösung von Teilen des Thrombus wird das Gerinnsel über den natürlichen Weg des Blutstromes zum Herzen transportiert und über das rechte Herz in die Lungenarterien gepumpt, es entsteht dann eine Lungenarterienembolie.
  • Offenes Bein (Ulcus cruris)
    chronische schmerzhafte Wunde am Unterschenkel oberhalb des Innenknöchels infolge einer ausgeprägten venösen Stauung in die Haut und Unterhaut.
  • Lymphödeme
    Eiweißreiche, feste Ödeme, die ohne erkennbare Ursache (primäre Lymphödeme) auftreten oder durch Schädigung oder Überlastung von Lymphbahnen entstehen (sekundäre Lymphödeme).

Krampfadern (Varizen) sind die häufigste Gefäßkrankheit der Beinvenen.

Sie entstehen durch krankhafte Veränderungen der Venenwände in den oberflächlichen Venen.

Sehr häufig sind auch die tiefe Venenthrombose und deren Folgeerkrankungen, die Lungenembolie oder die chronische Schädigung der Beinvenen, das postthrombotische Syndrom.

Adresse:

Venencentrum Pforzheim

Wilhelm-Becker-Straße 11b,

75179 Pforzheim, Baden-Württemberg

Kontakt:

Tel. 07231/15 44 66

Fax: 07231/15 44 688

Email info@venencentrum-pforzheim.de

Autor: Herr Dr. Joerg Forkel 

www.vincenz.de

Ich leide an behandlungsbedürftigen Krampfadern, möchte mir die Vene allerdings nicht ziehen lassen.

Gibt es andere Behandlungsmethoden?

Neben der klassischen Strippingmethode, bei der die Vene über zwei kleinere Schnitte entfernt wird, kann ein Krampfaderleiden je nach Ausprägung auch

schnittfrei mittels Kathetereingriff behandelt werden.

Bei diesem so genannten endovenösen thermischen Verfahren wird die Hauptkrampfader (Stammvene) über den Katheter von innen zum Verschluss gebracht.

Dabei wird über Radiofrequenz- oder Lasertechnik an der Katheterspitze die Venenwand soweit erwärmt, dass diese sich zusammenzieht, verklebt und im weiteren Verlauf verschlossen abheilt.

Funktionell gleichen sich die klassischen und modernen Behandlungsverfahren, da beide Methoden zu einer Ausschaltung des Krampfaderleidens mit Verhinderung des Blutrückflusses

in das oberflächliche Venensystem des Beines führen.

Die endovenösen Katheterverfahren sind allerdings gewebeschonender und weniger schmerzhaft und können typischerweise bei Erstbehandlungen eines Krampfaderleidens

gut und sinnvoll eingesetzt werden.

Als weitere Methode kommt die Schaumsklerosierung zur Anwendung, bei der ein Verödungsmedikament in die zu behandelnden Krampfadern verabreicht wird.

Diese Schaumverödung eignet sich besonders gut für Seitenast– und Besenreiserkrampfadern und lässt sich mit den anderen Verfahren auch kombinieren.

Adresse:

Klinik für Gefäßchirurgie, St. Vincenz Krankenhaus

Mönchhofstr. 4a,

69120 Heidelberg, Baden-Württemberg

Kontakt:

Tel. 05251/86 17 55

Fax: 05251/86 17 52

Email gefaesschirurgie@vincenz.de

Autor: Herr Dr. med. Th. Trommler

www.venenglück.de

CHIVA

Diese Methode der Behandlung wurde von Claude Franceschi, einem französischen Arzt, entwickelt und ist in unseren Nachbarstaaten weit verbreitet.

Statt wie bisher die Venen herauszuziehen (Stripping nach Babcock), wird der Blutfluss durch minimale Eingriffe korrigiert und die Venen bleiben im Körper.

Adresse:

Rodensteinstraße 94,

64625 Bensheim, Hessen

Kontakt:

Tel. 06151/99 77 30

Fax: 06151/99 77 33

Autoren: Frau Dr. med. Rewerk und Herr Dr. med. Rewerk

www.heidelberger-praxisklinik.de

Wann tragen?

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

bei warmen Außentemperaturen höre ich seit Jahren immer wieder die gleichen Äußerungen.

Im Sommer solle man sich Krampfadern nicht behandeln, bzw. operieren lassen, weil das immer mit dem Tragen von Stützstrümpfen für viele Wochen verbunden sei,

und das auch noch bei der Hitze.

Häufig genug fällte es Patienten aber auch während der kälteren Jahreszeit schwer, konsequent Kompressionsstrümpfe zu tragen.

Das ist menschlich durchaus verständlich.

Jedoch dreht es sich letztlich darum, bei vorliegenden Krampfadern das sog. tiefe Venensystem zu schützen, denn die oberflächlichen Krampfadern können im Verlauf das tiefe

Venensystem zerstören.

Letzteres braucht Ihr Bein aber lebensnotwendig.

Ist das tiefe Venensystem erst einmal kaputt, muß lebenslang ein Kompressionsstrumpf über das ganze Jahr getragen werden.

Bitte bedenken Sie also:

Aus medizinischer Sicht sollten immer dann solche Strümpfe getragen werden, wenn Krampfadern mit Beschwerden vorliegen und diese noch nicht behandelt,

d.h. verödet oder operiert worden sind.

Häufig sind die Beschwerden im Sommer sogar schlimmer, dann müsste erst Recht behandelt werden und erst Recht bis zur Behandlung ein Kompressionsstrumpf getragen werden.

Liegt z.B. eine Schwellneigung eines Beines oder schon eine Hautveränderung vor, so kündigt sich ein Schaden am tiefen Venensystem an.

Genau das aber kann der Anfang einer Katastrophe sein.

Dann ist ggf. ein offenes Bein, oder sogar eine Thrombose oder eine Lungenembolie nicht mehr sehr weit weg.

Die einzige, aus medizinischen Gründen verantwortbare Möglichkeit, bei problematischen Krampfadern die Tragezeit von Stützstrümpfen abzukürzen,

kann eine entsprechende Behandlung sein.

Bei intaktem tiefen Venensystem kann das Tragen von Kompressionsstrümpfen häufig auf eine Woche nach einer OP begrenzt werden.

Auf diese Weise kann im Einzelfall die medizinische Notwendigkeit, Stützstrümpfe eigentlich auch während des ganzen Sommers tragen zu müssen, deutlich reduziert werden.

Schützen Sie Ihr tiefes Venensystem wie Ihren Augapfel.

Adresse:

Heidelberger Praxisklinik

Herr und Frau Dres. Stephan und Sabine Rewerk

Mönchhofstraße 4a,

69120 Heidelberg, Baden-Württemberg

Kontakt:

Tel. 06221 /168 555

Fax: 06221/ 168 554

Email info@heidelberger-praxisklinik.de

Autor: Prof. Dr. Markus Stücker, Venenzentrum Ruhr Univ. Bochum  

www.venenzentrum-uniklinik.de

Ein Malum perforans ist eine chronische Wunde, ein Geschwür (Ulkus), häufig unter einer Hornschwiele, an mechanisch belasteten Stellen der Fußsohle oder der

Zehen, das aufgrund verminderter Empfindlichkeit gegenüber Berührungen und Druck an den Füßen entsteht.

Wie entsteht ein Malum perforans?

Chronische Wunden an den Füßen sind Folge von Nervenschäden und Nervenfunktionsstörungen, deren häufigste Ursache der Diabetes mellitus (Blutzuckerkrankheit) ist.

Sie können aber auch nach langjähriger Anwendung bestimmter Medikamente, übermäßigem Alkoholgenuss oder Vitaminmangel entstehen.

Durch die Nervenschäden und die damit verbundenen Störungen der Sensibilität der Haut kommt es zu Fehlbelastungen des Fußes.

An den Hautstellen, die beim Laufen besonders stark belastet werden, wie z.B. den Fußballen, den Zehenspitzen und der Ferse, kommt es zunächst zur Ausbildung von Hornschwielen.

Durch die vorhandene Gefühlsstörung an den Füßen empfindet man kaum Schmerzen. Dies kann dazu führen, dass aus einer Blase oder kleinen Wunde ein nicht heilender Hautdefekt in Form

eines Geschwürs entsteht.

Adresse:

Prof. Dr. Markus Stücker, Venenzentrum Ruhr Univ. Bochum

Hiltroper Landwehr 11-13

44805 Bochum Nordrhein-Westfalen

Kontakt:

Tel. 023487/92377378

Fax: 023487/92376

Email m.stuecker@klinikum-bochum.de

Autor: Herr Dr. med. Jürgen Holl

www.venenpraxis-bodensee.de

Erste Anzeichen

Besenreiser sind oft das erste sichtbare Anzeichen einer Venenschwäche.

Durch die angeborene Veranlagung zur Bindegewebsschwäche können sich gesunde Venen im Verlauf der Jahre ausweiten und zu Krampfadern werden.

Um Folgeerscheinungen frühzeitig vorzubeugen, sollte daher eine gründliche Venenuntersuchung mit Ultraschall durchgeführt werden.

Diese dient zur Überprüfung der Funktionsfähigkeit der Beinvenen.

Adresse:

Venenpraxis Bodensee

Ravensburgerstr. 35,

88250 Weingarten, Baden-Württemberg

Kontakt:

Tel. 0751/18951000

Fax: 0751/18951009

Email info@venenpraxis-bodensee.de

Autoren: Dr. med. Franz Xaver Breu Dr. med. Birgit Zwernemann

www.dres-breu-zwernemann.de

Sklerotherapie

Unter Sklerotherapie (Verödungsbehandlung) versteht man die Ausschaltung von Krampfadern, in dem man durch die Reizung der VenenInnenwand mit Verödungsmitteln, die

injiziert werden, eine Art innere Verklebung der erweiterten Vene anstrebt.

Die Krampfader wird dann vom Körper selbst um- und abgebaut.

Dadurch wird der krankhafte Blutfluss in der Varize beseitigt und die Sauerstoffversorgung des Gewebes verbessert.

Durch die Einführung der Schaumverödung konnte die Effektivität dieser Behandlungsmethode deutlich gesteigert werden, so dass damit

noch häufiger Operationen vermieden werden können.

Die Schaumverödung wurde von uns in Deutschland mit eingeführt (2000), sie ist ein besonderer Schwerpunkt unserer Praxis.

Inzwischen haben mehrere internationale Kongresse, die sich mit der Schaumsklerotherapie beschäftigten, unter unserer Leitung am Tegernsee stattgefunden und weltweite Bedeutung

erlangt (European Consensus Meetings on Foam Sklerotherapy).

Adresse:

Herr Dr. med. Franz Xaver Breu und Frau Dr. med. Birgit Zwernemann

Tegernseer Strasse 101,

83700 Rottach Eggern Bayern

Kontakt: 

Tel. 08022/1218

Fax: 08022/1575

Email f.x.breu@t-online.de

Autor: Herr Dr. med. Karsten Hartmann

www.venenzentrum-freiburg.de

Es gibt ein oberflächiges und ein tiefes Venensystem am Bein.

Krampfadern betreffen fast ausschließlich das oberflächige Venensystem und können meistens nur behandelt werden,

wenn das tiefe Venensystem in Ordnung ist.

Krampfadern treten bei Veranlagung auf, nach Schwangerschaften und als folge von Thrombosen des tiefen Venensystems.

Es gibt 2 Venen, die Hauptsächlich für die Ausbildung einer Krampfader verantworlich sind, die sogenannte große und kleine Rosenvene.

Die große Rosenvene beginnt am Innenknöchel und mündet in der Leiste in die tiefe Femoralvene.

Die kleine Rosenvene beginnt am Außenknöchel und mündet meistens in der Kniekehle in die tiefe Poplietalvene.

Beide Venen liegen meistens etwas tiefer unter der Haut und können deshalb vom Patienten nicht gesehen werden, gehören aber trotzdem zum oberflächigen Venensystem.

Wie es genau zu einer Krampfaderbildung kommt, ist noch nicht endgültig geklärt.

Eine mögliche Entstehung könnte wie folgt aussehen: der Klappenschaden bei der Krampfaderbildung beginnt in der Leiste / Kniekehle und setzt sich nach unten fort.

Dabei gibt es eine Einteilung, wie weit die Rosenvene nach unten einen Klappenschaden aufweist, bevor die Krampfader in einen (sichtbaren) Seitenast mündet (Hach-Klassifikation).

Die Hach-Einteilung sagt dabei nichts über den Schweregrad der Krampfadererkrankung aus, sondern lediglich wie lang der betroffene klappengeschädigte

Venenabschnitt in der Rosenvene ist.

Abgesehen von den beiden Rosenvenen gibt es viele weitere Venen, die eine Krampfader ausbilden können.

Adresse:

Herr Dr. med. Karsten Hartmann

Zähringer Str. 14

79108 Freiburg, Baden-Württemberg

Kontakt:  

Tel. 0761/5918780

Fax: 0761/59187820

Email info@venezentrum-freiburg.de

Autor: Herr Dr. med. Jürgen Holl

www.venenpraxis-bodensee.de

Damit die Heilung möglichst rasch erfolgen kann, sollte etwa 48 Stunden lang ein Kompressionsstrumpf getragen werden.

Der äußere Druck durch den Strumpf begünstigt das Verkleben der Besenreiser. Die Einnahme von Arnika-Globuli und die Anwendung von Arnika-Cremes

kann die Heilungsdauer günstig beeinflussen.

Außerdem sollte für mindestens drei Wochen auf direkte Sonneneinstrahlung auf die frisch behandelten Stellen verzichtet werden.

Auch heiße Wannenbäder, Sauna oder Thermalbäder sollten anfänglich vermieden werden.

Adresse:

Venenpraxis Bodensee

Ravensburgerstr. 35,

88250 Weingarten, Baden-Württemberg

Kontakt:

Tel. 0751/18951000

Fax: 00751/18951009

Email info@venenpraxis-bodensee.de