Autor: Herr Dr. med. Karsten Hartmann

www.venenzentrum-freiburg.de 

Die Schaumverödung hat die Behandlung von Krampfadern revolutioniert.

Vieles was früher operiert wurde, kann heute auch verödet werden.

Zudem ist der Schaum sehr gut im Ultraschall darstellbar.

Bei der Schaumverödung wird Aethoxysklerol© mit Luft aufgeschäumt und dieser Schaum, wenn er in die Vene gespritzt wird,

wirkt an der gesamten Veneninnenwand.

Flüssiges Verödungsmittel schädigt im Gegensatz dazu nur ca. 10% der Veneninnenwand.

Aus diesem Grund können mit der Schaumverödung auch größere Gefäßdurchmesser effektiv behandelt werden.

Dies gelingt oft nicht in einer Sitzung wie bei den anderen endovenösen Verfahren (s.o.), aber die Schaumverödung kann mit minimalem Aufwand und Kosten ohne Narkoseform wiederholt

werden und vor allem können auch geschlängelte Krampfaderverläufe behandelt werden.

Allerdings ist der Schaum nicht so gut steuerbar, sodass gezielte, punktgenaue Verschlüsse wie mit den anderen endovenösen Verfahren oft nicht erreicht werden.

Nebenwirkungen sind die gleichen wie bei der Flüssigverödung, es treten aber so gut wie keine offenen Wunden auf, Hautverfärbungen (braune Flecken) treten aber etwas häufiger auf.

Dies ist auch der Grund, weshalb bei der Besenreiserverödung eher die Flüssigverödung zum Einsatz kommt.

Adresse:

Herr Dr. med Karsten Hartmann

Zähringer Str. 14

79108 Freiburg, Baden-Württemberg

Kontakt:

Tel. 0761/5918780

Fax: 0761/59187820

Email  info@venezentrum-freiburg.de

Autor: Prof. Dr. Markus Stücker, Venenzentrum Ruhr Univ. Bochum 

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Was ist ein Unter­schenkel­geschwür?

Ein Unter­schenkel­geschwür (offenes Bein) ist eine nicht heilende Wunde am Bein, die meist durch Durchblutungsstörungen bedingt ist.

Seltenere Ursachen sind Gefäßentzündungen, Infektionen, Nervenleitungsstörungen, Medikamentennebenwirkungen, bösartige

Hauterkrankungen, Autoimmunerkrankungen und weitere seltene Erkrankungen.

Wie kommt es zu einem Unter­schenkel­geschwür?

Die häufigste Ursache des offenen Beins ist ein chronisches Venenleiden (etwa 70%). Dies kann im Wesentlichen durch folgende Faktoren bedingt sein:

  • Krampfaderleiden (Varikose)
  • Postthrombotisches Syndrom (Klappenzerstörung und Venenwandveränderungen nach tiefer Beinvenenthrombose)
  • Ausfall der venösen Pumpfunktion (bei verminderter Beweglichkeit im Knöchelgelenk)
  • Abklemmen des venösen Rückfluss in den Leistenregionen bei extremen Übergewicht (Dependency-Syndrom)

Eine andere wesentliche Ursache (10-20%) von Unter­schenkel­geschwüren sind Verschlüsse der Arterien.

Dadurch wird weniger sauerstoffreiches Blut vom Herzen ins Bein transportiert und es kommt zu Ernährungsstörungen der Haut bis hin zum Untergang des Gewebes.

Insbesondere bei älteren Menschen kommt es oft zu einem Zusammenspiel von arteriellen und venösen Durchblutungsstörungen.

Welche Untersuchungen sind notwendig?

Alle Basisuntersuchungen sind ohne Nebenwirkungen nicht invasiv und in der Regel ambulant durchzuführen.

  • Zum Nachweis eines chronischen Venenleidens wird ein Bewegungstest zur Kontrolle der Muskelpumpe am Unterschenkel durchgeführt (Photoplethysmographie) und die Beweglichkeit am Sprunggelenk gemessen. Die Venen werden durch Ultraschalluntersuchungen in ihrer Funktion untersucht (Doppler- und farbkodierte Duplexsonographie). Der Arteriendruck an den Beinen kann ebenfalls durch einfache Ultraschalluntersuchungen kontrolliert werden.
  • Außerdem sollte bei der Erstuntersuchung ein bakterieller Abstrich von der Wundfläche genommen werden. Auf allen chronischen Wunden finden sich Bakterien. Wichtig ist es, solche zu erkennen, die besondere Behandlung oder Vorsichtsmaßnahmen erfordern oder die Abheilung der Wunde behindern.
  • Darüber hinaus kann es im Einzelfall sinnvoll sein, Hautproben zu entnehmen, weitere invasive Diagnostik zur Gefäßdarstellung zu betreiben (z.B. Angio-MRT) oder Blutuntersuchungen durchzuführen (z.B. bei V.a. eine Zuckererkrankung, Nierenschwäche, Rheumaerkrankungen etc.).

Welche Komplikationen drohen bei chronischen Unter­schenkel­geschwüren?

  • Bei allen chronischen Wunden können durch Bakterien, die über die offene Wundfläche in die Lymphbahnen eindringen, Wundrosen (Erysipele) entstehen. Sie äußern sich als rasch größer werdende Rötungen und Überwärmungen am Bein, oft einhergehend mit Abgeschlagenheit und Fieber.
  • Werden diese Wundrosen nicht schnellstmöglich behandelt, kann es zu einem Vordringen der Bakterien in tiefere Gewebeschichten kommen. Es droht eine Infektion von Muskeln oder Sehnen, die ggf. größere Operationen oder sogar eine Amputation erforderlich machen kann.
  • Oft haben Patienten mit Unter­schenkel­geschwüren Allergien gegen bestimmte Salben oder Desinfektionsmittel. Diese äußern sich bei Patienten mit chronischen Wunden oft durch Schmerzen und vermehrtes Nässen der Wunde, seltener durch Juckreiz. Dies kann durch Allergietests nachgewiesen werden.
  • Fast alle Patienten mit chronischen Wunden haben Schmerzen durch die Wunde selbst, durch begleitend bestehende Infektionen oder Unverträglichkeiten von eingesetzten Behandlungsmaterialien. Entsprechend sollte eine ausreichende Schmerztherapie erfolgen. Ggf. ist die Vorstellung bei einem Schmerztherapeuten sinnvoll.

Welche Therapie ist die richtige?

Entscheidend ist die Therapie der Grunderkrankung! – Ist das Unter­schenkel­geschwür durch eine fehlerhafte Durchblutung entstanden, so sollte diese verbessert werden, besteht eine Rheumaerkrankung, so sollte diese behandelt werden usw.

Ist das Unter­schenkel­geschwür z.B. durch ein Venenleiden bedingt, so gilt:

  • Krampfadern können oft operiert, endoluminal behandelt oder verödet werden.
  • Nach einer Thrombose verbessern Kompressionsverbände oder -strümpfe den venösen Blutfluss.
  • Die Beweglichkeit des Sprunggelenkes wird durch spezielle Übungen gesteigert.
  • Venenkranke sollten die Beine öfter hoch legen, Arterienkranke sollten die Beine eher tief legen.
  • Allergien können durch moderne Wundauflagen weitgehend vermieden werden.
  • Therapieresistente Unter­schenkel­geschwüre können (nach Behebung der Ursache) durch eine Hautverpflanzung verschlossen werden.
  • Bei Venenleiden ist die Kompressionsbehandlung zur Verminderung von Unterschenkelschwellungen der entscheidende Faktor.

Darüber hinaus gibt es weitere Punkte, die für die Versorgung chronischer Wunden unabhängig von Ihrer Ursache gelten:

  • Je länger eine chronische Wunde besteht, desto langwieriger ist ihre Abheilung. Entsprechend ist eine kurzfristige ärztliche Vorstellung zur Basisdiagnostik ratsam.
  • Es sollte eine professionelle Wundversorgung durch angeleitete Patienten/ Angehörige oder einen Pflegedienst erfolgen.
  • Es sollte eine regelmäßige (ärztliche) Wundreinigung erfolgen. Alte Hautreste, Krusten etc. bieten einen guten Nährboden für Bakterien und verhindern den Wundverschluss.
  • Es sollte eine gute Pflege der Haut in der Wundumgebung erfolgen. Hier bieten sich v.a. rückfettende Externa wie z.B. Vaseline an. Angesichts der hohen Allergieneigung von Wundpatienten sollte auf unnötige Zusätze oder leicht reizende Stoffe verzichtet werden (z.B. Propolis, Hamamelis, Kamille, Duftstoffe, Panthenol, Jod).
  • Treten eine plötzliche Zunahme von Schmerzen oder Nässen der Wunde auf, kann dies ein Alarmzeichen für eine Infektion sein. Es sollte eine kurzfristige ärztliche Vorstellung erfolgen.

Adresse:

Prof. Dr. Markus Stücker, Venenzentrum Ruhr Univ. Bochum

Hiltroper Landwehr 11-13

44805 Bochum Nordrhein-Westfalen

Kontakt:

Tel. 02348/792377378

Fax: 02348/792376

Email m.stuecker@klinikum-bochum.de

Was ist das Stripping? 

Autor: Dr. Peter Waldhausen

www.gefaessmedizin.info

Die herkömmliche operative Krampfaderbeseitigung (Stripping oder Babcock OP) ist bei großen Krampfadern und/oder bei stark geschlängeltem Verlauf angezeigt.

Die Kosten übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung.

Über einen kleinen Hautschnitt im Bereich der Leistenfalte oder gegebenenfalls der Kniekehle wird die betroffenen Stammkrampfader an ihrer Mündungsstelle in das tiefe Venensystem

unterbunden und abgetrennt.

In die zu entfernende Stammkrampfader wird eine flexible Metallsonde eingeführt.

Die Sonde wird an entsprechender Stelle am Oberschenkel oder Unterschenkel durch einen 2. Hautschnitt ausgeleitet.

Dann wird die Krampfader herausgezogen (Stripping).

Diese klassischen Operationsverfahren werden seit über 100 Jahren angewandt und immer weiter verfeinert, sie sind der „Gold Standard“ gegen den sich neue Verfahren messen lassen müssen.

Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit beträgt 7-10 Tage.

Adresse: 

Praxis für Gefäßmedizin

Herr Dr. med. Peter Waldhausen

Neue Linner Strasse 86,

47799 Krefeld, Nordrhein-Westfalen

Kontakt:

Tel. 02151/56987-0

Fax: 02151/56987-29

Email waldhausen@gefaessmedizin.info

Autor: Frau Dr. med. Lydia Blechschmidt

www.medicoven.de

Krampfadern sehen nicht nur unschön aus, sie können auch krankmachen: Staut sich Blut in den Venen, entsteht großer Druck in den Beinen.

Die Flüssigkeit drückt ins Gewebe und lässt die Füße anschwellen.

Auf Dauer können so Geschwüre oder Blutgerinnsel entstehen.

Wenn der Blutpfropf durch den Körper zur Lunge schwirrt, kann er im schlimmsten Fall zu einer Lungenembolie führen.

Bei der Strippingmethode wird entweder an der Innenseite des Beines oder in der Kniekehle ein kleiner Schnitt gemacht, um die erweiterte Vene danach

mit einer Sonde aus dem Bein herauszuziehen.

Die kleinen Seitenäste werden mit der sogenannten Phlebektomie lahm gelegt.

Klassischerweise werden dazu Miniincisionen in gewissen Abständen gesetzt und die geschlängelten Seitenastvarizen mit den verschiedensten Phlebextraktoren

abschnittsweise entfernt, dass auch neben dem hämodynamischen Effekt sehr gute kosmetische Ergebnisse bringt.

Adresse:

MedicoVen Praxisklinik für Gefäßmedizin

Goethestraße 5 – 7,

09119 Chemnitz, Sachsen

Kontakt:

Tel. 0371/90 98 34 0

Fax: 0371/90 98 33 6

Email dr.blechschmidt@medicoven.de

Wie verhindert man ein Malum perforans ( Chronisches Druckgeschwür)?

Autor: Prof. Dr. Markus Stücker, Venenzentrum Ruhr Univ. Bochum

www.venenzentrum-uniklinik.de

Vorbeugende Maßnahmen zur Vermeidung eines Malum perforans sollten Druckstellen am Fuß entlasten und kleinste Hautverletzungen vermeiden.

Im Einzelnen ist Folgendes zu beachten:

  • Fußinspektion: Die genaue und regelmäßige Betrachtung der Haut der Füße ist besonders wichtig, da die initialen Hautschäden aufgrund eines Nervenschadens unter Umständen sonst nicht wahrgenommen werden. Zu achten ist insbesondere auf kleine Verletzungen, Rötungen und Schwielen. Der Patient sollte einmal täglich die Füße und Fußsohlen anschauen. Zeigen sich verdächtige Areale sollte eine kurzfristige ärztliche Vorstellung erfolgen.
  • Fuß- und Nagelpflege: Bei der Fuß- und Nagelpflege müssen Verletzungen vermieden werden. Oft kann es sinnvoll sein, die Füße durch eine medizinische Fußpflege behandeln zu lassen.
  • Entlastungsschuhe: Ist es zur Abheilung des Malum perforans gekommen, sollten weiterhin gut angepasste Schuhe getragen werden. Der erneute Nutzen des alten Schuhwerks fördert die Neuentstehung des Malum perforans.
  • Niemals barfuß: Durch die verminderte Empfindlichkeit an den Füßen werden Splitter, Scherben oder andere verletzende Gegenstände nicht bemerkt. Um entsprechende Verletzungen an den Füßen zu vermeiden, sollte immer entsprechendes schützendes Schuhwerk getragen werden.
  • Nach dem Waschen sollten die Füße sorgfältig abgetrocknet und eingecremt werden. Trockene, rissige Haut stellt eine Eintrittspforte für Infektionen dar.
  • Um auch die Ursache der Empfindlichkeitsstörung zu bekämpfen, müssen schädigende Faktoren für das Nervensystem (Blutzucker, Alkohol, Medikamente) vermieden werden.

 

Adresse:

Prof. Dr. Markus Stücker, Venenzentrum Ruhr Univ. Bochum

Hiltroper Landwehr 11-13

44805 Bochum Nordrhein-Westfalen

Kontakt:

Tel. 023487/92377378

Fax: 023487/92376

Email m.stuecker@klinikum-bochum.de

Was ist eine endovenöse Operation?

Autor: Herr Dr. med. Peter Waldhausen 

www.gefaessmedizin.info

Endovenöse Laser– bzw. Radiowellen– oder RotationskatheterOperation:

Handelt es sich um erweiterte Krampfadern der Stammvenen, kann eine endovenöse Operation sinnvoll sein.

Beim Eingriff wird der Verlauf der Krampfader auf der Haut mittels Ultraschall dargestellt, um den zu behandelnden Bereich gut erkennbar zu machen.

Der Eingriff erfolgt durch Punktion am unteren Ende der Krampfader und dem Einbringen der Behandlungssonde über eine Einführhülse bis zum oberen Anfang der Krampfader.

Sobald die Sonde in der Krampfader platziert ist, wird mit einer sogenannten „TumeszenzAnästhesie der zu behandelnde Bereich lokal betäubt.

Dann wird die Behandlungssonde für wenige Minuten aktiviert und dabei langsam zur Punktionsstelle nach unten zurück gezogen, durch die aktivierte Sonde wird die Krampfadervene

während des Herausziehens innerlich verschlossen.

Die endovenösen Operationsverfahren werden seit ca. 1999 angewandt, gelten als sehr sicher und zeichnen sich durch eine hohe Erfolgsrate aus.

Durch diese schonenden Verfahren wird die Dauer der Arbeitsunfähigkeit stark verkürzt.

Adresse:

Herr Dr. med. Peter Waldhausen

Neue Linner Strasse 86,

47799 Krefeld, Nordrhein-Westfalen

Kontakt:

Tel. 02151/56987-0

Fax: 02151/56987-29

Email waldhausen@gefaessmedizin.info

Eine Besenreiser-Entfernung ist ein häufiger Routineeingriff, der keine wesentlichen Komplikationsrisiken beinhaltet.

Autor: Herr Dr. med. Jürgen Holl

www.venenpraxis-bodensee.de

Mögliche Risiken:

  • Juckreiz
  • Längerfristige örtliche bräunliche Pigmentierung der Haut
  • Kurzfristige Schmerzen an der Einstichstelle
  • Erneute Bildung von Besenreisern
  • Hautreizung und Rötung
  • Wundheilungsstörungen, Gewebeverhärtung, Schwellung
  • Bluterguss

Adresse:

Venenpraxis Bodensee

Ravensburgerstr. 35,

88250 Weingarten, Baden-Württemberg

Kontakt:

Tel. 0751/18951000

Fax: 0751/18951009

Email info@venenpraxis-bodensee.de

Autoren: Herr Dr. med. Guido Lengfellner und Herr Dr. med. Udo Vielsmeier

venenaerzte-regensburg.de

Die Flüssigverödung dient der Behandlung kleiner und kleinster retikulärer Venen.

Auch hier wird über feinste Nadeln die kleinen Venen punktiert und das Verödungsmittel in flüssiger Form in die Vene injiziert.

In der Folge verklebt auch hier die Vene und verschwindet.

Beide Verödungsverfahren eignen sich besonders in Kombination mit den minimal invasiven Verfahren wie der Laser- oder der Radiofrequenztherapie, so dass die

Krampfadernbehandlung ohne Schnitte und somit narbenfrei mit optimalem ästhetischen Ergebnis durchgeführt werden kann.

Nach der Verödungsbehandlung sollte für einige Tage tagsüber ein Kompressionsstrumpf getragen werden.

Adresse:

Herr Dr. med. Guido Lengfellner und Herr Dr. med. Udo Vielsmeier

Günzstraße 5

93059 Regensburg, Bayern

Kontakt:

Tel. 0941/447274

Fax: 0941/447497

Email venenaerzte@web.de